SCP-132 – Broken Desert (Zerbrochene Wüste)
Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.
- Objekt-Nr.
- SCP-132
- Objektklasse
- Safe
- Freigabestufe
- 2/5
- Aktenführung
- Schattenzirkus
- Angelegt
- 13.10.2026

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:
- Lagern statt ausstellen. Alle Stücke liegen im gesicherten Lager von Standort-19, jedes in einem eigenen gepolsterten Fach. Ein zerbrochenes Stück hat schon einmal ein Büro verwüstet.
- Ausleihe nur mit Unterschrift der Leitung. Getragen wird im Schaumstoffkoffer.
- Kein Stück ohne Kennung. Bei der Aufnahme wird eine Nummer in eine Kante geätzt; das Bestandsbuch verzeichnet dazu jedes bekannte Nachbarstück.
- Ein Jahr Licht. Eigens hingeschickt wird niemand; wer zufällig in der Nähe eines vermuteten Ortes arbeitet, hält Ausschau. Vermutet wird der Ort vorher über die Dämmerungszeiten, die man für jedes neue Stück ein Jahr lang mitschreibt. Das ergibt nur eine ungefähre Lage.
- Mitlesen statt suchen. Wer irgendwo eine „Glaspyramide mit Sand darin“ anbietet, landet auf einer Liste: Solche Begriffe laufen in den Routinesuchen der Foundation mit, etwa bei Auktionen und Nachlassverkäufen. Gezielt gesucht wird nur mit niedrigster Dringlichkeit, denn ein Stück im Umlauf ist harmlos, solange es nicht fällt.
Beschreibung:
Rundschreiben der Bestandsverwaltung an alle Dienststellen, die ein Stück SCP-132 als Schreibtischschmuck führen
Am ██████████ meldeten drei Dienststellen zur selben Minute einen Sandsturm in ihren Stücken. In der Lohnbuchhaltung lagen da die Akten schon verstreut am Boden, zwischen Glassplittern; ein Windstoß hatte sie bei geschlossenen Fenstern aus den Fächern gerissen. Das Stück der Lohnbuchhaltung, Nachbar der drei, war vom Tisch gefallen.
Viele von Ihnen haben ein solches Stück vor sich: eine kleine Pyramide aus Glas mit dreieckigem Grund, 10,3 cm an jeder Kante, darin Sand und Kiesel, morgens hell, abends dunkel. Bisher stand es zwischen Kaffeetassen und Familienfotos wie ein Andenken. Als Schreibtischschmuck hat es mit diesem Schreiben ausgedient.
Das Glas selbst ist gewöhnlich. Im Röntgenbild ist es massiv, ohne Hohlraum und ohne ein Korn Sand, und doch zeigt es seine Wüste weiter. Einwirken lässt sich darauf nicht. Stellen Sie Ihr Stück auf den Kopf, und der Sand liegt weiter, wo er lag. Klopfen Sie ans Glas, wenn ein Käfer hindurchläuft: Er stutzt nicht. Tiere wandern dort ein und aus und blicken nie in unsere Richtung.
Zwei Stücke, eines aus der Kantinenverwaltung, eines aus dem Fuhrpark, erwiesen sich bei der Bestandsaufnahme als Nachbarn: Dieselbe Düne lief über beide Kanten. So hat die Bestandsverwaltung schon Teile aller großen Wüsten der Erde zusammengesetzt.
Bitte geben Sie Ihr Stück bis Monatsende ab. Ist Ihnen darin etwas Markantes aufgefallen, eine Felsnase oder ein dürrer Busch, vermerken Sie es auf dem Rückgabeschein. Wo ein Ausschnitt genau liegt und ob es den Ort überhaupt gibt, wissen wir bisher bei keinem Stück. Genau dafür brauchen wir Ihre Hinweise.
Anhang:
Eingangsvermerk der Bestandsverwaltung
Beim Einsortieren der neuen Lieferung, 37 bisher unbekannter Stücke, passten 18 zu keiner Wüste der Erde: rötlicher, steiniger Boden, der sich größtenteils zu einer eigenen, fremden Landschaft fügt. Der Abgleich mit Aufnahmen von Marssonden lässt kaum Zweifel.
Von den übrigen 19 schlossen die meisten an bekannte Stücke an. Eines schloss die Lücke zwischen zwei Stücken, die seit Jahren einzeln im Regal lagen.
Geliefert wurden alle in einem Paket ohne Begleitschreiben, an die Privatanschrift eines Mitarbeiters. Als Absender stand eine Tarnadresse der Foundation darauf. Unsere Rückfrage dort kam mit dem Vermerk „unbekannt“ zurück.
Folge: Die Unterlagen zu SCP-132, bisher ohne besondere Freigabe einsehbar, unterliegen wieder der üblichen Geheimhaltung.
Quelle Diese Akte beruht auf SCP-132 von Robert Sandler aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-132) und steht unter CC BY-SA 3.0.
Fälle zu SCP-132
Zu diesem Objekt gibt es noch keine Fälle.