SCP-100 – “Jamaican Joe’s Junkyard Jubilee”
Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.
- Objekt-Nr.
- SCP-100
- Objektklasse
- Euclid
- Freigabestufe
- 3/5
- Aktenführung
- Schattenzirkus
- Angelegt
- 13.10.2026

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:
- Der Zaun ist die Grenze. Nur innerhalb der alten Grundstücksgrenze bleiben SCP-100-1 und seine Gebilde eigenständig. Holzsichtschutz und Warnhinweise halten Durchreisende fern. Den Zaun gehen Wachen und die Begleiter ab. Wer unbefugt hereinkommt, verlässt den Hof ohne Erinnerung daran.
- Der Laden bleibt zu. Die Ladentür ist verschlossen, die Scheiben sind nur von innen durchsichtig. Rund um die Uhr sitzt Wachpersonal im Laden; Kundschaft kommt nur noch vom Personal.
- Was er am Schweißgerät baut, verlässt das Gelände. Meist Leguane oder Schildkröten. Was er nicht selbst verkauft, holen Wachen, während er im Laden sitzt; nach einer Untersuchung in der größeren Lagerhalle, dem Labor, kommt alles in die Schmelze.
- Seine Mitarbeit hat Vorrang. Versuche an ihm selbst genehmigt nur die Forschungsleitung, schriftlich. Die insektenartigen Begleiter SCP-100-2-A und -B, mit „Otis“ und „Mabel“ auf dem Rücken, darf er behalten. Verweigert er sich, werden sie vor den Zaun gestellt, bis er einlenkt.
Beschreibung:
Aus dem Protokoll eines Kontrollkaufs, Dr. Imke Rautenberg:
„8.00 Uhr. Er sitzt schon hinter der Theke: eine Männergestalt aus Kupferrohr, die Gelenke mit blankem Draht umwickelt, der Rumpf aus gepressten Getränkedosen, die bei jeder Bewegung knistern. Wo ein Gesicht sein müsste, sitzt eine Rohrmuffe.
Ich verkaufe ihm vier Kilo Messing, seine Waage zeigt drei. Er zählt den Preis an den Fingern ab und rundet zu seinen Gunsten; rechnen kann er, sprechen, lesen und schreiben nicht. Ich kaufe Kupferbruch, unter dessen oberster Lage Eisen liegt, und einen Leguan aus Auspuffrohr, der mir den Ärmel hinaufklettert. Auf meine Frage, woher er kommt, schiebt er mir die Waage hin.
10.40 Uhr. Ohne erkennbaren Anlass geht er in den Hof. Nach einer Viertelstunde ist er zurück.
Mein geeichtes Kilo wiegt auf seiner Waage 750 Gramm. Ich zeige darauf, dann auf ihn. Diesmal sackt er zusammen, die Muffe dreht sich zur Wand; beim letzten Mal hob er nur die Schultern. Danach schiebt er mir eine Blechschildkröte über die Theke, zum vollen Preis.
Am Tor wird der Leguan in meiner Hand schwer und still.“
Er weiß, was dort geschieht, und verkauft trotzdem weiter. Kurz nach drei duckt er sich zwischen die Wagenstapel, bis die beiden Begleiter ihn aufstöbern; dann wirft er Muttern, die sie ihm bringen. Zeigt er mit der flachen Hand auf sie, senken sie die Fühler. Zum Schluss ölt er ihre Beine.
Entdeckung und Bergung:
Bericht des Agenten, November 1976
„Acht Uhr. Hinter der Theke sitzt einer aus Kupferrohr und wartet auf Kundschaft. Am Tor beschnuppern mich Blechhunde, auf den Wagenstapeln hocken Blechvögel, zwei insektenartige Gebilde laufen am Zaun entlang. Das Wohnhaus ist fast leer, kein Mensch da. Auf dem Schreibtisch: Papiere des Eigentümers ██████████ und die letzte Stromrechnung, drei Monate alt. Von den Maschinen auf dem Schrottplatz erzählten Fernfahrer in der Kleinstadt, rund 80 Kilometer entfernt im Südosten der USA. Sie grinsten dabei.“
Tarnkauf im Grundbuch eingetragen am ██████████; bis dahin galt der Agent als Eigentümer.
Anhang:
Asservatenkarte 100/05-1
Anlass der Karte: SCP-100-1 verließ zehn Tage lang das Wohnhaus nicht.
Eingezogen: 3. Juni 2005, von der Ladentheke, wo beide sich in Gesten unterhielten. Verbleib: außerhalb des Zauns, reglos.
Gegenstand: Edelstahlfigur in Menschengestalt, 10 cm, mit Gesicht; Rücken: , eingeschweißt. Keine seiner Figuren davor war so sorgfältig, keine sah aus wie ein Mensch.
Vermerk der Nachtwache: Von Mitternacht bis acht sitzt er im Wohnhaus an einem leeren Schreibtisch. Seit jenem Juni liegt seine rechte Hand dabei offen auf der Platte.
Quelle Diese Akte beruht auf SCP-100 von Wilt aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-100) und steht unter CC BY-SA 3.0.
Fälle zu SCP-100
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