SCP-134 – Star-Eyed Child (Kind mit Sternenaugen)
Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.
- Objekt-Nr.
- SCP-134
- Objektklasse
- Safe
- Freigabestufe
- 2/5
- Aktenführung
- Schattenzirkus
- Angelegt
- 13.10.2026

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:
Unterbringung. SCP-134 ist Gast der Foundation und wird entsprechend höflich behandelt. Sie bewohnt ein kindgerechtes Zimmer, dessen Einrichtung sie mit ausgesucht hat, darunter eine Decke mit eingesteppten Wellenlinien, ein Regal voller Fühlkästen und ein Teppich, dessen Rillen zur Tür führen. Alle Beschriftungen sind ertastbar. Jedes Möbelstück hat seinen festen Platz, denn sie bewegt sich im Zimmer aus dem Gedächtnis.
Veränderungen. SCP-134 hängt an festen Abläufen, deshalb kommt nichts unangekündigt ins Zimmer. Ist etwas Neues genehmigt, legt die Betreuerin es ihr zuerst in die Hände und erst danach an seinen Platz.
Betreuung. Eine Fachkraft für kindliche Entwicklung betreut SCP-134 und unterrichtet sie im Schulstoff und in Blindenschrift. Neben Japanisch spricht sie inzwischen Englisch. Die Betreuerin nennt sie nur beim Rufnamen und ist bei Untersuchungsterminen nie dabei; wer diese durchführt, benutzt den Rufnamen nicht. Begründung: Wer SCP-134 einmal bei der Nummer gerufen hat, gehört für sie zu den Terminen, nicht mehr zu ihrem Alltag.
Beschreibung:
Auf dem Monitor im Beobachtungsraum steht ein Himmel, den kein Sternkatalog kennt. Er kommt aus dem Zimmer nebenan.
Abends hört SCP-134 Hörbücher, und das Deckenlicht bleibt dabei aus; sie braucht es nicht. Im Halbdunkel erscheinen in ihren Augen winzige helle Punkte. Die Restlichtkamera in der Zimmerecke zeigt mehr: Auf lang belichteten Aufnahmen stehen dort Sternfelder und die flachen Spiralen ferner Galaxien, wie durch zwei Bullaugen gesehen.
Bei Tageslicht ist davon nichts zu sehen. Man bemerkt dann ein zierliches Mädchen mit kurzem schwarzem Haar, das mit dem Finger Punktschrift liest, und erst nach einer Weile, dass es nie blinzelt. Lider hat es keine. Wie ein Uhrglas liegt eine klare, erstaunlich zähe Haut über zwei tiefschwarzen Mulden; eine Netzhaut ist dahinter nicht zu erkennen, und sehen kann SCP-134 nichts. Sonst ist sie ein gesundes Kind, das gern erzählt.
Dass ihre Augen anders sein sollen, hält sie für einen Irrtum der Erwachsenen. Sie hat die Augen ihrer Betreuerin abgetastet und keinen Unterschied gefunden, der ihr der Rede wert schien.
Der Himmel in ihren Augen bleibt nicht. Mal nach Tagen, mal nach Wochen zeigt die nächste Aufnahme einen ganz anderen; den Sprung selbst hat noch keine Kamera erfasst. Von ihren Bewegungen hängt der Ausblick nicht ab: Dreht SCP-134 den Kopf, weil sie Schritte auf dem Flur hört, bleibt der Himmel in ihren Augen, wo er war.
Gemeldet wurde sie aus einem Waisenhaus im Raum Yokohama, wo man sie ██████████ nannte. Wer ihre Eltern sind, ist unbekannt.
Anhang:
Anhang 134-1: Vermerk der Astronomin zu den Punktkarten
Beide Augen werte ich wie ein Stereopaar aus. Was ich sehe, zieht zwanzig- bis vierzigmal schneller als Licht durch den Raum zwischen den Galaxien, und zwischen den beiden Ausblicken liegen mal zwanzig Meter, mal zwei Kilometer.
Zusätzlich übertrage ich jede neue Aufnahme in eine Tastkarte: Sterne werden zu erhabenen Punkten, Galaxien zu kleinen Ringen. Die Karten erreichen SCP-134 über ihre Betreuerin, als Lernmaterial für Formen und Abstände. Woher die Muster stammen, weiß sie nicht. Begegnet sind wir uns nie.
Sie bewahrt die Karten in einer Schachtel auf und hat jeder einen Namen gegeben, etwa „der Kamm“, „die Pfütze“ oder „die Leute, die warten“. Die „Pfütze“ mag sie am liebsten. Den Himmel dazu habe ich seit dem vorletzten Wechsel nicht wiedergesehen.
Kürzlich fragte sie, wer die Punkte macht. Die Betreuerin antwortete: jemand, der sehr weit sehen kann. „Wie weit?“, wollte SCP-134 wissen, und gleich danach, ob es Nachtisch gibt.
Quelle Diese Akte beruht auf SCP-134 von an Unknown Author, rewritten by Skali Sharpnose, rewritten again by Voct aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-134) und steht unter CC BY-SA 3.0.
Fälle zu SCP-134
Zu diesem Objekt gibt es noch keine Fälle.