SCP-297 – “Steely Dan”
Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.
- Objekt-Nr.
- SCP-297
- Objektklasse
- Safe
- Freigabestufe
- 2/5
- Aktenführung
- Schattenzirkus
- Angelegt
- 13.10.2026

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:
- Nur im Halter. Die oberste Stufe wird nur geschaltet, wenn das Gerät in einem fernbedienten Halter steckt und sein vorderes Ende frei in der Luft steht; auf dieser Stufe ist jeder Kontakt für Lebewesen tödlich. Im Umkreis von zehn Metern hält sich dann niemand auf.
- Kassette. Sonst liegt SCP-297 in einer verschlossenen Bleikassette, deren Innenschale aus boriertem Kunststoff die Neutronen des Reaktors abfängt; außen ist keine erhöhte Strahlung messbar. Die Kassette steht in einem Einzelfach des Tresortrakts auf Standort-19. Eine Klemme hält den Wahlschalter auf „aus“.
- Ausgabe gegen Unterschrift. Als Werkzeug verlässt SCP-297 den Tresortrakt gelegentlich, und jede Ausgabe muss sich zurückverfolgen lassen: schriftlicher Antrag, abgezeichnet von der Abteilungsleitung für Forschung und Eindämmung, Eintrag mit Zweck, Uhrzeit und Rückgabe. Wer die offene Kassette bedient, trägt ein Dosimeter.
- Abwehr. Den Tresortrakt sichern mehrere voneinander unabhängige Abwehranlagen verschiedener Art. Sie bleiben auch während einer Ausgabe scharf und sollen Diebstahl und gewaltsamen Zugriff von außen verhindern.
Beschreibung:
Einsatzbericht, Außenteam „Grauwacke“
Auftrag: ein Zugang zu einem vermauerten Stollen unter einem stillgelegten Steinbruch. Davor lag eine Wand aus Stahlbeton, gut drei Meter stark. Sprengen kam nicht infrage, weil niemand wusste, was dahinter lag.
Am Stollen haben wir die Kassette geöffnet, die Klemme gelöst und das Gerät an den Greifarm eines ferngesteuerten Kettenfahrzeugs gespannt. Zuvor haben wir die Stellungen einzeln mit dem Schwingungsmesser geprüft: aus, schwach, mittel, stark, alle ohne Befund. Die fünfte trägt keine Aufschrift, nur einen Strich roten Lack.
Auf Rot stieg die Schwingung binnen Sekunden auf über 200.000 kHz. Kaum berührte das vordere Ende die Wand, stellte das Gerät die Frequenz um, als suche es den Ton des Betons. Im Beton schaukelte sich eine Resonanz auf, und wo das Ende anlag, zerfiel er zu grauem Staub, der durch einfache Masken dringt. Die Stäbe der Bewehrung musste der Arm einzeln berühren; jeder hielt knapp vierzig Sekunden. Nach gut einer halben Stunde war der Durchgang frei. Das Dosimeter am Fahrzeug blieb im zulässigen Bereich, obwohl der Reaktor, kaum größer als ein Fingerglied, nur hinter dem klaren Kunststoffgehäuse sitzt.
Vermerk der Prüfstelle: Ähnlich zerlegt nur ein weiterer bekannter anomaler Effekt Material; ob beide verwandt sind, prüfen wir noch. Auch die Energiebilanz geht nicht auf. Ein Reaktor dieser Größe liefert nach unserer Rechnung nur einen Bruchteil dessen, was diese Messreihe verlangt:
- Panzerstahl, Platte von fünf Zentimetern: 55 Sekunden
- Fensterglas, ein Quadratmeter: 2 Sekunden
- Granitblock in Bordsteingröße: 6 Sekunden
- Beton, Würfel von einem Meter: 10 Sekunden
Eine volle Minute Dauerkontakt hat noch kein Stoff überstanden. Das Grundgerät ist ein handelsüblicher Vibrator; erhalten ist davon kaum mehr als das Gehäuse. Wer es umgebaut hat und wozu, ist unbekannt. Das Plutonium passt in seiner Zusammensetzung zu .
Entdeckung und Bergung:
Schadensgutachten, Ingenieurbüro ██████████ (Tarnfirma der Foundation): Wohnhochhaus, 30 Stockwerke, Großstadt an der US-Westküste. Das Gerät ist bereits sichergestellt.
Begehung von unten. Unterste Parkebene: eine Mulde im Boden, ringsum Staub aus allen Stockwerken darüber. Hier hat ein Haustechniker das Gerät gefunden und ausgeschaltet. Darüber ein senkrechter Schacht durch eine Gebäudeecke, die Ränder mürbe, Rohre und Kabel auf einer Linie gekappt. In mehreren Stockwerken hat niemand etwas gehört. Der Schacht endet im 30. Stock, wo ein Bewohner ums Leben kam; dort hat das Gerät begonnen.
Nachtrag der Einsatzleitung: Wer den Schacht vor unserem Eintreffen gesehen hatte, auch der Haustechniker, erhielt ein Gedächtnismittel. Bei den Bewohnern gilt der Schacht heute als Teil einer Sanierung.
Quelle Diese Akte beruht auf SCP-297 von DrClef aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-297) und steht unter CC BY-SA 3.0.
Fälle zu SCP-297
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