
Tanz der Götter – Konflikt
Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.
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Kaptel 14 – Konflikt
„Können wir reden?”, fragte Ares, nachdem sie den Konferenzraum verlassen hatten. Valeria stimmte nickend zu.
„Nicht hier. Gehen wir bitte raus?”, setzte er nach.
Ares war angespannt und das spürte sie. Sie wusste worum es ging. Was sie sagte, gefiel ihm überhaupt nicht, das wusste sie und sie wollte es auch nicht auf diese Weise offenbaren. Es überrumpelte ihn komplett. Sie folgte ihm auf die Veranda. Valeria konnte ihm nicht in die Augen sehen, denn die Scham verhinderte es. Er schloss die Tür und blieb hinter ihr stehen.
„Hast du das ernst gemeint?”, seine Stimme war ein heiseres Flüstern, doch laut genug, dass sie ihn verstand.
„Ich wollte es dir sagen…Nur…Nicht so”, begann sie unsicher. Ares´ Augen weiteten sich. Er war entsetzt.
„Du wolltest es mir sagen?! Nur nicht so?!”, wiederholte er lautstark.
„Wann wolltest du es mir denn sagen?! Wie lange steht dein Entschluss schon fest, hm?!”
Valeria biss sich auf die Unterlippe. Sie konnte nachempfinden wie er sich in dem Moment fühlen musste. Betrogen. Verraten von seiner engsten Vertrauten. Sie konnte seinen Zorn spüren, den stechenden, enttäuschten Blick in ihrem Rücken. Er durchbohrte sie förmlich.
„Antworte mir!”, schrie er aufgebracht. Es war das erste Mal. Das erste Mal, dass er seine Stimme ihr gegenüber derart erhob. Seine Hände waren zu Fäusten geballt, er zitterte. Doch nicht vor Wut, nein. Er zitterte, weil er erkannte, dass sie es wirklich ernst meinte. Ihr Schweigen, ihre Abwehrhaltung, dies alles ließen in ihm keine Zweifel über die Ernsthaftigkeit ihrer Aussage aufkommen.
„Ares, Ich-”
„Wofür habe ich gekämpft?!”, unterbrach er sie sofort. Er wollte keine Entschuldigungen hören.
„All die Jahre, all die Jahrzehnte habe ich für eine Zukunft gekämpft! Eine Zukunft, in der du endlich unbeschwert leben kannst! In der WIR unbeschwert leben können!”, brach es aus ihm heraus. Die Worte sprudelten einfach darauf los. Er hatte keine Kontrolle mehr darüber. Seine Emotionen übermannten ihn schließlich doch.
„Alles was wir durchgemacht haben, die vielen Verluste…Ich…Das kann doch nicht umsonst gewesen sein!”
Valeria drehte sich zu ihm um. Nun sah sie ihm direkt in die Augen. Es zeriss ihr das Herz ihn so zu sehen. Tränen sammelten sich in Ares´ Augenwinkeln, seine Wangen waren errötet. So hatte sie ihn noch nie gesehen, noch nie erlebt. Da stand dieser sonst so stolze Kämpfer vor ihr, der nun den Tränen nahe war und wegen ihr nun weder Ein noch Aus wusste.
„Ich kann nie wieder gut machen, was du alles für mich getan hast, Ares. Aber eine Sache kann ich tun”, äußerte sie ruhig und besonnen. Es mochte auf andere kalt wirken, doch sie musste Ruhe bewahren. Mit einem Gefühlsausbruch ihrerseits wäre in dieser Situation keinem von beiden geholfen.
„Ich entbinde dich hier und jetzt von deinem Schwur. Dieser Schwur…Meine Angst vor dem Alleinsein hat dazu geführt, dass du diese starke Verpflichtung mir gegenüber verspürst. Sie hat dazu geführt, dass ich dich in ein Monster verwandelt habe! Ich will, dass du dein eigenes Leben führst!”
„Das kannst du doch nicht ernst meinen…? Diese Verwandlung hat mein Leben gerettet und mir mehr Zeit mit dir geschenkt! Ich hätte es nie anders gewollt, oder willst du damit andeuten, dass mich zu retten ein Fehler war?! Hätte ich an jenem Tag lieber doch sterben sollen, ist es das?!”
Seine Worte verfehlten ihre Wirkung nicht. Sie stachen wie tausend kleine Nadeln in Valerias Herz. Sie wich einen Schritt zurück. Diesen Eindruck wollte sie ihm definitiv nicht vermitteln, doch sie war nicht der Lage Worte zu formulieren. Solche Gedanken könnte sie ihm gegenüber nie haben. Doch er war verletzt. Genauso verletzt wie sie selbst. Also wandt sie sich wieder ab und schwieg. Valeria hörte, wie er die Veranda verließ und stieß kurz darauf einen flachen Atemzug aus. Dann begann sie leise zu weinen.
Wortlos betrachtete Kade sein Smartphone. Das Gespräch mit Willi war jetzt schon seit mehreren Minuten beendet und ließ ihn sprachlos zurück. Er war sich nicht sicher, wie er mit den Informationen umgehen sollte, die er aus dem Gespräch mitgenommen hatte. Seufzend richtete er sich auf und verließ den Raum.
„Dad?“, rief er über den Flur. Er schlenderte zum Gemeinschaftsraum und fand ihn schließlich eingenickt vor dem Kamin.
„Dad?“
„Wach auf“, sagte er und rüttelte behutsam an seiner Schulter. Leicht benommen öffnete James die Augen und sah zu seinem Sohn auf.
„Hm? Bin ich eingeschlafen?“
„Sieht so aus, ja. Dad, ich muss mit dir reden. Ich habe mit Willi telefoniert. Es ist echt wichtig“ Stöhnend stand James auf.
„Okay, Junge. Schieß los“ Kade sah sich um. Niemad im unteren Bereich zu sehen oder zu hören und auf dieser Etage befanden sich im Moment auch nur die Beiden.
„Besser wir gehen auf Nummer sicher. Können wir in meinem Zimmer reden?“
„So ernst?“, entwich es James, der beide Augenbrauen hoch zog.
„Na schön, geh vor“
Kade schloss die Tür hinter sich, nachdem beide den Raum betraten. James nahm im Sessel platz und wartete gebannt. Kade setzte sich auf die Bettkannte und faltete beide Hände zusammen.
„Also…Willi schilderte, dass das Team es mit abgestoßenen Kindern zu tun bekam. Eines von ihnen hat Anna getötet. Aiden…Er hat sie alle in einer Reihe aufstellen lassen und sie dann regelrecht…Exekutiert. Zwei konnten fliehen, doch er schoss und traf dabei Sarah, die ebenfalls ums Leben kam. Willi sagte, er war wie besessen. Er rannte dem letzten Kind hinterher, doch es konnte entkommen. Willi verlangte von ihm, dass er verschwindet“
Kade beobachtete die Reaktion seines alten Herren. James war ebenfalls sprachlos nachdem er dies hörte, fasste sich jedoch schnell.
„Nun, es zeigt, dass selbst die Kleinsten von ihnen gefährlich und unberechenbar sind. Aidens Methoden sind zwar…Radikal, aber es schien unvermeidlich gewesen zu sein, oder?“
„Willi sagte, die Kinder hätten sich ergeben. Sie hatten Angst. Sie hätten…Hätten um ihr Leben gefleht. Und irgendwie gebe ich mir mit die Schuld dafür, Dad. Wir haben diese Yuna getötet. Die Frau hatte sich wohl um diese Kinder gekümmert und sie mit Blut versorgt“
„Kade, nein. Dinge geschehen und wer weiß wie viele Leben ihr dadurch gerettet habt“
Kade nickte stumm. Für einen Moment sprach niemand weiter, bis Kade erneut den Blickkontakt zu seinem Vater suchte.
„Das ist noch nicht alles Dad. Willi schilderte etwas, das mich seitdem sehr beshäftigt. Er sagt, dass es in Japan bereits zu einigen…Ausschreitungen gekommen wäre. Nämlich von Abgestoßenen. Sie scheinen sich zu erheben und zu…Na ja…Rebellieren. Und es soll nicht nur dort passieren“ James runzelte bei seinen Worten die Stirn.
„Von derlei Dingen höre ich jetzt zum ersten Mal“, äußerte James besorgt.
„Vielleicht sollten wir Michail und Sascha darüber informieren?“
„Das habe ich Willi auch gefragt. Aber jetzt kommt`s. Willi unterstützt diese ganze Geschichte und zwar mit den Mitteln von G.o.h.“
„Wie Bitte?!“
„Ja. Er…Er hat das Kind, welches Aiden entkommen konnte gefunden und bei sich aufgenommen. Er ist der Meinung, dass die Abgestoßenen eine Stimme benötigen, sich erheben müssen gegen die Verbrechen der Regierungen aber gleichzeitig auch gegen uns, denn wir jagen und töten sie. Willi ist der Überzeugung, dass viele von ihnen keine andere Wahl haben als zu töten um am Leben zu bleiben und keiner hat sich schließlich freiwillig gemeldet verwandelt zu werden. Da sie nirgends dazu gehören und ständig in Furcht leben müssen, verfolgt und getötet zu werden, müssen sie dafür kämpfen Rechte zu erlangen. Er meint, nur wenn sie gesehen und gehört werden und die Menschen vollumfänglich Kenntnis über sie erlangen, könnte man etwas bewirken. Als ich ihm mit dem Agrument entgegen getreten bin, dass sie sich schließlich von Menschen ernähren, hielt er mit Valeria und Ares dagegen. Bei ihnen funktioniere es schließlich auch und sie müssten keine Menschen töten. Ich hatte darauf keine Antwort mehr“
„Großer Gott…“, stöhnte James erschöpft. Kade stimmte nickend zu.
„Das könnte zu ernsthaften Problemen führen, Kade“
„Ich weiß. Und ich mache mir nach wie vor Sorgen um den geistigen Gesundheitszustand von Aiden. Ich will nicht wissen was passiert, wenn er davon erfährt“
„Das Beste wäre vermutlich Aiden vorläufig aus Kämpfen raus zu halten. Den direkten Kontakt zwischen ihn und den Abgestoßenen zu unterbinden. Wir sollten ihm ersteinmal unterstützende Arbeiten rund um die Technik ausüben lassen. Ich werde das mit Michail besprechen ohne…Unser Gespräch hier zu erwähnen“
James erhob sich und war dabei zu gehen, als er von seinem Sohn aufgehalten wurde.
„Eine letzte Sache noch, Dad“
„Ja?“
Kade schluckte nervös.
„Laut Willi…Ist er nicht der Einzige aus der Organisation, der diese Rebellion unterstützt. Es soll mehrere Mitglieder geben, die sich dem angeschlossen haben und zwar, weil Bekannte, Freunde und sogar Verwandte ebenfalls betroffen sind“
„Junge, willst du das ich einen Herzinfarkt erleide?“
„Ich meine es ernst! Irgendwie macht mir diese Lage echt Angst. Was, wenn wir zu Gejagten werden?“
„Okay. Wir lassen uns etwas einfallen. Aber eines ist dir doch hoffentlich klar? Diese Informationen können wir Michail nicht ewig vorenthalten, wenn er es nicht anderweitig herausfindet“
„Ja, ich weiß. Wird ihm nicht gefallen“
„Ganz und gar nicht“, murmelte James und verließ schlussendlich den Raum. Er stieg die Treppe zur unteren Etage hinab und lief zielgerichtet auf den Konferenzraum zu. Vor der Tür stehend, zögerte James kurz. Er atmete tief durch und klopfte dann kräftig gegen das Holz.
Kade empfand eine tiefe innere Unruhe. Er konnte nicht stillsitzen also entschloss er sich raus zu gehen. Er musste den Kopf frei bekommen und dabei half ihm sonst immer Sport. Er verließ das Gebäude über die Veranda und trat auf das grüne, etwas feuchte Gras. Nach einigen tiefen Atemzügen begann er mit Dehnungsübungen und Warm-Ups. Er bemerkte Valeria nicht, die auf der Hollywoodschaukel saß und ihm dabei still zusah. Kade begann mit Jumping Jacks. Die kleinen aber zügigen Sprünge sahen für Valeria urkomisch aus. Sie schmunzelte. Als er dann aber eine Stretchübung durchführte, begann sie laut zu kichern. Erschrocken von der plötzlichen Anwesenheit, drehte Kade sich erschrocken um, verlor dabei das Gleichgewicht und landete unsanft auf dem Hintern. Das ließ Valeria nur noch lauter lachen. Kade kam nicht umhin ihre vom weinen geröteten Augen zu bemerken.
„Was ist so lustig?“, fragte er leise lächelnd.
„Na du!“, rief sie lachend zurück.
„Statt zu lachen solltest du lieber mitmachen! Ich könnte einen Sparringpartner gebrauchen!“
„Ja, so siehst du schon aus“, feixte sie.
„Hey, komm schon! Wie wäre es mit ein wenig Taekwondo? Nur ein paar Übungen?“
„Nein, ehrlich. Ich habe davon keine Ahnung“, winkte sie lächelnd ab.
„Dann bringe ich es dir bei. Es schadet sicher nicht und macht dich stärker, vertrau mir. Ausßerdem denke ich, dass wir gerade beide etwas Ablenkung gebrauchen können, oder?“ Kade erhob sich und näherte sich langsam der Schaukel. Er sah Valeria erwartungsvoll an und nachdem sie nickend doch zustimmte, reichte er ihr eine Hand.
„Weshalb weinst du?“, fragte er sie fürsorglich.
„Ares…“, erwiderte sie schniefend.
„Was hat Arschloch jetzt wieder angestellt?“
„Nein, Kade. Hör auf ihn so zu nennen. Dieses Mal bin ich nämlich das Arschloch“
Es wurde still zwischen ihnen. Kade war sich nicht sicher, ob er weiter nachhaken sollte, bis Valeria das Wort ergriff.
„Können wir anfangen? Bevor ich meine Meinung ändere?“
„Okay, stell dich da hin“, sagte Kade und platzierte sich in einigem Abstand gegenüber Valeria.
„Also, zunächst muss man eigentlich durch kontinuierliches Training und das Einhalten bestimmter Disziplinen seinen Geist schulen. Aber ich denke, das sollte für dich kein Problem darstellen. Um mit einer Taekwondo-Technik die nötige Kraft und die damit verbundene durchschlagende Wirkung zu erzielen, bedient man sich bestimmter physikalischer Gesetzmäßigkeiten, die ´Theorie der Kraft´. Nimm dieselbe Ausgangsposotion ein wie ich!“
Valeria nahm die selbe Haltung ein und lauschte aufmerksam seiner Lehren. Es lenkte sie tatsächlich vom Streit, den sie zuvor mit Ares hatte ab. Eine willkommene Ablenkung, da sich ihre Gedanken ohnehin nur noch im Kreis gedreht hatten.
„Was gibt es, James?“, ertönte Michails Stimme. James entdeckte Sascha und verstand, dass er wohl soeben eine Konversation der beiden unterbrochen hatte. Er entschuldigte sich für die Störung, doch Michail winkte freundlich ab.
„Ist schon gut. Wir kommen hier sowieso gerade kaum vorwärts“, seufzte er. James zögerte. Er überlegte ob er Fragen zu den Nachforschungen stellen sollte oder lieber nicht, doch diese Entscheidung wurde ihm von Michail persönlich abgenommen.
„Saschas Team in Cherbourg konnte einen Mann ausfindig machen, den wir für Maxime halten. Allerdings verliert sich die Spur in Saint-Germain-des-Vaux. Ist das denn zu fassen? Ein Mann, der sich so sicher fühlt und unter dem eigenen Namen agiert, kann doch nicht so schwer zu fassen sein oder? Zu allem Überfluss, konnten wir bislang auch nichts brauchbares über seinen Sohn herausfinden. Ich habe Aiden damit beauftragt, einige Datenbanken zu durchforsten und etwas Recherche zu betreiben. Seine EDV-Kenntnisse sind wirklich überragend, allem voran seine Hacking-Kenntnisse. Ich hoffe, das ist ok?“
„Selbstverständlich“, lächelte James.
„Setz dich. Worüber möchtest du reden?“
„Äh, danke…“
Nervös nahm James platz. Er hatte sich kaum überlegt, wie er das Gespräch angehen sollte und nun fand er sich in dieser beklemmenden Situation wieder. Er durfte nicht zu viel sagen, noch nicht.
„Ehrlich gesagt, wollte ich genau darüber mit euch sprechen. Es geht um Aiden. Er macht zur Zeit eine schwere…Krise durch und ich würde ihn vorläufig gerne aus Kämpfen mit den Abgestoßenen heraus halten wollen. Ich dachte, er könnte uns stattdessen ersteinmal technisch unterstützen. Wie Sie es eben selbst sagten, sind seine Fähigkeiten dort besser aufgehoben“
„Er hat den Verlust noch nicht verarbeitet?“, fragte Sascha einfühlsam.
„Nein. Es war auch kaum Zeit dafür. Vielleicht habe ich das aber auch einfach zu sehr auf die leichte Schulter genommen. Vielleicht hätte ich ihm die Zeit einräumen und ihn dabei unterstützen sollen. Möglicherweise habe ich an dem Punkt als Vater versagt“
„James, nein. Sie sind kein schlechter Vater. Sie sind Ihrer Pflicht nachgekommen, Ihre Söhne zu schützen. Jeder hier hat etwas verloren. Jeder kämpft aus eigenem Anlass und Antrieb. Sie sind zu streng mit sich selbst“
James hielt Saschas Bemühungen ihm Mut zuzusprechen in allen Ehren, doch er erkannte auch, dass es ebenfalls seine Pflicht gewesen wäre, die Dinge mit seinen Söhnen gemeinsam zu verarbeiten. Stattdessen begaben sie sich von einem Auftrag in den nächsten. Ohne Pause. Und wenn es Pausen und Leerlauf gab, hatten sie nicht über ihre Verluste gesprochen. Es wurde praktisch zu einem Tabu-Thema für Aiden, und dafür fühlte er sich mitverantwortlich.
„Danke, Sascha“
„Sascha hat Recht James. Nichts von all dem ist Ihre Schuld. Ich bin mir sicher, dass Aiden eines Tages in der Lage ist, diese schwere Hürde aus eigenen Kräften zu überwinden. Bitte bleiben Sie alle fokussiert. Noch haben wir nicht gewonnen und bis dahin, wird es sicher noch zu mehr Verlusten kommen“
„Wie bitte?“
James konnte nicht fassen was Michail da gesagt hatte. Er versuchte seine Worte in Bestärkungen und Verständnis zu verbergen, doch das gelang ihm nicht. Seiner Meinung nach hätte er ebenso gut „Sowas passiert eben. Reißt euch zusammen und tut was ich sage“ äußern können.
„Verstehen Sie mich nicht falsch, James. Ich sorge mich um jeden einzelnen meiner Leute aber lasse ich mich von meinen Sorgen und Ängsten einnehmen, helfe ich damit niemandem. Ich fühle mich jedem hier gegenüber zur Führsorge verpflichtet aber auch dazu, Ergebnisse zu liefen, vorwärts zu kommen. Sie verstehen? Wir haben noch immer das selbe Ziel vor Augen, oder hat sich daran in den letzten 24 Stunden etwas geändert?“
„Natürlich nicht“, kommentierte James resigniert.
„Wir kämpfen nach wie vor für die selbe Sache. Zum Schutze der Menschheit“
Er verschluckte sich beinahe an seinen eigenen Worten. ´Zum Schutze der Menschheit´ und was war mit denen, die keine Menschen mehr waren? Was, wenn es ihn treffen würde? Wenn einer seiner Söhne verwandelt werden würde? Würde er dann noch immer so reden?
Autor: DianArt18
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