SCP-895 – Camera Disruption (Kamerastörung)

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GEHEIM
Objekt-Nr.
SCP-895
Objektklasse
Euclid
Freigabestufe
3/5
Aktenführung
Schattenzirkus
Angelegt
13.10.2026
SCP-895 – Camera Disruption (Kamerastörung)
Abb. 1: SCP-895

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:

  1. Nichts, was aufzeichnet. Im Umkreis von zehn Metern ist jedes Gerät verboten, das Bild oder Ton festhält, auch Diensttelefone. Wer eine Ausnahme will, beantragt sie schriftlich beim Sicherheitsdienst, der sie mit der Psychologie abstimmt. Begründung: Die Wirkung entsteht nicht im Raum, sondern in der Aufnahme. Sie reicht bis etwa fünfzig Meter, und unter fünf Metern trifft sie fast jeden Betrachter schwer.
  2. Tief und ohne Nachbarn. Die Zelle liegt etwa hundert Meter unter der Erde, abseits von Versorgungswegen. Begründung: Abstand ist die einzige Maßnahme, die zuverlässig wirkt. Die Sperrzone reichte früher fünf Meter weit und wurde nach einem Vorfall verdoppelt, nach dem drei Mitarbeiter nicht in den Dienst zurückkehrten.
  3. Der Deckel bleibt zu. SCP-895 wird verschnürt gelagert, das Öffnen ist jeder Freigabestufe untersagt. Begründung: Der Sarg ist innen leer; das ist seit der Bergung belegt. Was die einzige Öffnung auf dem Bild zeigte, führt keine Unterlage mehr: ██████████.
  4. Vier Stunden, dann Wechsel. Eine Wachschicht in der Sperrzone dauert höchstens vier Stunden. Begründung: In den Unterlagen steht keine. Die Verkürzung wurde nach demselben Vorfall angeordnet und nie zurückgenommen.
  5. Auffälligkeiten sind Dienstsache. Jede Schicht endet mit einem Blatt, auf dem der Ablösende einträgt, wie er den Kollegen angetroffen hat; nach dem ersten auffälligen Eintrag folgt eine Untersuchung, nach dem zweiten die Versetzung. Begründung: Nicht jede Belastung zeigt sich in der Schicht, in der sie entsteht.

Beschreibung:

Aus dem Begehungsbericht der Bauaufnahme

Die Zelle von SCP-895 wird nicht fotografiert, sondern gezeichnet. Zweimal im Jahr geht eine Zeichnerin mit Maßband und Klemmbrett hinein und nimmt den Raum von Hand auf: Wände, Lampe, Gestell, Objekt.

Der letzte Bericht ist unauffällig. Dunkle Eiche, an den Kanten reich geschnitzt, die Riemen nachgespannt. Zwei Zentimeter weiter links als im Plan vom Vorjahr; das Wachbuch erklärt es mit einer Reinigung. Die Zeichnerin notiert, sie habe zwanzig Minuten neben dem Objekt gekniet und dabei nichts empfunden außer kalten Knien. So steht es in diesen Berichten seit elf Jahren: Anwesenheit ist ungefährlich. Gefährlich ist der Umweg über eine Linse.

Eine Aufnahme hat es trotzdem in die Unterlagen geschafft. Bei einer Leitungsprüfung hing eine Prüfkamera etwa fünfundvierzig Meter von der Zelle entfernt und lief zwanzig Minuten mit. Vier Sekunden dieser Aufzeichnung zeigen nicht den Stollen. Die Auswerterin konnte nicht angeben, was dort stattdessen zu sehen war; es sei ihr nur vertraut vorgekommen. Sie wurde zwei Tage beobachtet und arbeitet seither in einem anderen Bereich.

Aus dieser Entfernung bleibt es bei Sekunden; näher heran wird daraus mehr, bis zu Bildern, die jemanden den Dienst kosten. Keine zwei Betrachter beschreiben dasselbe. Was das Objekt zeigt, scheint weniger mit dem Raum zu tun zu haben als mit dem, der hinterher hinsieht.

Darum wird gezeichnet. Eine Zeichnung ist eine Behauptung über einen Raum, kein Abbild von ihm.

Entdeckung und Bergung:

Bergung

Was heute für jede genehmigte Ausnahme gilt, stammt vom Tag der Bergung: Jede Bildübertragung aus der Nähe des Objekts wird seither wie ein Eindämmungsbruch nachbereitet.

Von der Öffnung an jenem Tag steht in der Akte ein Satz: Von denen, die damals das Bild sahen, ist niemand mehr im Dienst.

Gefunden hatte man den Sarg in einem Bestattungsinstitut, in dessen Büchern er nicht vorkam; aufmerksam geworden war man durch dessen Überwachungsbilder. Ein Mitarbeiter gab an, der Sarg stehe „schon immer“ dort; die Zahl der Jahre, die er nannte, war kürzer als seine Dienstzeit.

Quelle Diese Akte beruht auf SCP-895 von Aelanna aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-895) und steht unter CC BY-SA 3.0.

Ende der Akte SCP-895. Fiktives Dokument aus dem SCP-Archiv des Creepypasta-Wikis, angelehnt an das Konzept der SCP Foundation (CC BY-SA 3.0).

Fälle zu SCP-895

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