GeisterKurzTod

The Red Akane

Achtung: Verstörender Inhalt

Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.

Eigentlich sollte Riley Evergreen sich freuen. Denn heute war ihr 16. Geburtstag. Jedoch waren Geburtstage nie besonders erfreulich für Riley gewesen, denn ihre Mutter war eher damit beschäftigt, um ihren totgeborene Schwester Akane zu trauern. Akane kam wenige Minuten vor Riley auf die Welt, mit schönen gold leuchtenden Augen, und sie hatte sofort angefangen zu lächeln, als sie in den Armen ihrer Mutter lag. Jedoch starb Akane wenige Stunden darauf. Und nur Riley überlebte. Seitdem wurde jeder ihrer Geburtstage zum Todestag ihrer Schwester. Und schlimmer: Riley lebte nur noch im Schatten von ihr. Als Riley aufs Collage kam, erinnerte sie ihre Mutter immer daran, was Akane an ihrer Stelle getan hätte. „Deine Schwester hätte bestimmt diesen Balettkurs besucht, Riley.“ „Akane wäre immer besonders gut in der Schule gewesen, Riley.“ „Akane würde sich bestimmt mehr Freude haben, Riley.“ Wie immer an ihrem Geburtstag ging Riley nach der Schule zum Grab ihr…

Eigentlich sollte Riley Evergreen sich freuen. Denn heute war ihr 16. Geburtstag.

Jedoch waren Geburtstage nie besonders erfreulich für Riley gewesen, denn ihre Mutter war eher damit beschäftigt, um ihren totgeborene Schwester Akane zu trauern.

Akane kam wenige Minuten vor Riley auf die Welt, mit schönen gold leuchtenden Augen, und sie hatte sofort angefangen zu lächeln, als sie in den Armen ihrer Mutter lag.

Jedoch starb Akane wenige Stunden darauf. Und nur Riley überlebte. Seitdem wurde jeder ihrer Geburtstage zum Todestag ihrer Schwester. Und schlimmer: Riley lebte nur noch im Schatten von ihr. Als Riley aufs Collage kam, erinnerte sie ihre Mutter immer daran, was Akane an ihrer Stelle getan hätte.

„Deine Schwester hätte bestimmt diesen Balettkurs besucht, Riley.“

„Akane wäre immer besonders gut in der Schule gewesen, Riley.“

„Akane würde sich bestimmt mehr Freude haben, Riley.“

Wie immer an ihrem Geburtstag ging Riley nach der Schule zum Grab ihrer Schwester.

Ihre Mutter und ihr Vater warteten dort schon mit Blumen.

„Akane wäre heute auch sechzehn geworden.“, schluchzte ihre Mutter.

„Liebling, sie wäre ein schönes Mädchen geworden.“, tröstete ihr Vater sie.

Riley war das eigentlich alles schon gewöhnt, aber diesmal übertrieb ihre Mutter es deutlich.

„Ich wünschte, Akane hätte überlebt, und Riley wäre gestorben.“, meinte Rileys Mutter.

Riley gefor das Blut in den Adern. Wie konnte ihre Mutter das sagen? Warum war Akane etwas besonderes und sie nicht? Riley spürte, wie die Wut durch ihren Körper zischte. “

Warum immer Akane?!“, rief sie wütend. „Akane ist tot. Ich bin diejenige, die stärker war und überlebt hat! Akane war schwach.“

Ihre Mutter erstarrte bei diesen Worten. „Riley! Wie kannst du es wagen, so etwas zu sagen? Akane war deine Schwester!“, erwiederte sie.

„Ja, die perfekte Schwester, die es nie gegeben hat!“, schrie Riley. Tränen rannen unterbrochen über ihre Wangen, und sie rannte nach Hause.

Sie wollte nie wieder etwas von Akane hören. Nie wieder.

In dieser Nacht lag Riley wach im Bett. Sie musste diesen Wahnsinn um ihre Tote Schwester beenden. Für immer.

Leise schlich sie sich mit einem Feuerzeug und Benzin auf dem Friedhof, zum Grab ihrer Schwester. Dort kippte sie das Benzin übers Grab und zündete es an.

Flammen loderten auf, die Blumen, das Kreuz aus Holz fingen Feuer und verbrannten zu Asche.

Riley sah mit einem bösen Lächeln zu. „Das ist dafür, dass du mir mein Leben gestohlen hast, Akane.“, murmelte sie.Einen Moment lang genoss Riley noch den Geruch des Qualms, bevor sie sich umdrehte und gehen wollte. Ihre Füße bewegten sich aber nicht.

Plötzlich hörte Riley eine leise Stimme in ihrem Kopf. „Riley…“ „Riley…“ flüsterte sie immer wieder. Riley schüttelte ihren Kopf. Was war das? Wahrscheinlich war sie einfach zu müde.Jedoch kam die Stimme wieder. „Dein Leben gehört mir, Riley. Mir, der besseren Schwester.“ Rileys Augen weiteten sich vor Panik. Was geschah hier? Ihr Körper begann sich, wie von selbst zu bewegen und Riley spürte, wie sie auf eine junge Frau an der Bushaltestelle des Friedhofes zurannte und sie zu schlagen begann.

Riley konnte nichts dagegen tun, sie schlug einfach blind auf die schreiende Frau ein, bis diese verstummte.„Siehst du, Riley? Ich bin nicht schwach. Du bist es. Du hast es nicht verdient, zu leben. Ich aber.“ , sagte die Stimme.Erst jetzt wurde Riley klar, dass die Stimme ihrer toten Schwester gehörte. Akane kontrollierte sie. Sie war nichts mehr als eine Marionette für sie.

In diesem Augenblick packte Riley all ihren Mut zusammen. Sie hatte lange genug ihrem Leben Akane Platz machen müssen. Riley rannte zu auf die Klippen hinter dem Friedhof zu und sprang herunter.

Ihr Leben war ihr egal.

Hauptsache, sie war weg von Akane.

Riley verspürte einen letzten, starken Schmerz, als sie auf dem Boden aufprallte, dann wurde alles komplett schwarz.

Wenige Stunden später wachte Riley auf. Ihr hellblauer Hoodie war dreckig vom Schlamm und ihre kurzen, dunkelbraunen Haare klebten an ihrem Gesicht. Jedoch spürte sie nichts vom Sturz. Rein gar nichts. Auch konnte Riley sich nicht daran erinnern, was genau geschehen war. Nicht an die Stimme, ans Grab in Flammen, nur ein einziger Gedanke war in ihrem Kopf. Akane. Sie war Akane.

Das einzige, was sie noch wollte, war, sich an ihren Eltern zu Rächen. Sie wollte Blut sehen. Das Blut von allen, die ihr nicht geholfen hatten.

Riley hatte den Sturz nicht überlebt.

Aber Akane hat es.

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