SCP-136 – Naked Doll (Nackte Puppe)

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GEHEIM
Objekt-Nr.
SCP-136
Objektklasse
Euclid
Freigabestufe
3/5
Aktenführung
Schattenzirkus
Angelegt
13.10.2026
SCP-136 – Naked Doll (Nackte Puppe)
Abb. 1: SCP-136

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:

  1. Sichtbar, aber verschlossen. Die Puppe steht in einem verschlossenen, durchsichtigen Behälter mitten in einem leeren Betonraum auf Standort-19, von der Tür aus gut zu sehen. Bei Kontrollen genügt so ein kurzer Blick; niemand muss suchen.
  2. Keine Kamera außerhalb von Versuchen. Eine Dauerüberwachung ist überflüssig: Solange niemand hinsieht, geschieht nichts.
  3. Höchstens zehn Minuten, außer in genehmigten Versuchen. Die Wache an der Außentür stoppt die Zeit und ruft nach acht Minuten hinein. Wer nicht antwortet, wird mit verbundenen Augen herausgeholt.
  4. Wiederholte Besuche brauchen eine Sondergenehmigung der Standortleitung, denn jeder frühere Betrachter kann die Erscheinung später erneut sehen.
  5. Nicht beschädigen. Eine zerstörte Puppe verschwindet und steht kurz darauf in neuer Gestalt ganz in der Nähe, womöglich außerhalb des Behälters.

Beschreibung:

Inventar SCP-136-1, letzte drei Einträge: Stofffigur, 11 cm, weiblich – Tonfigur, 29 cm, weiblich – Metallfigur, 17 cm, männlich. Alle grob gearbeitet, alle ohne Kleidung. Zwischen zwei Einträgen liegt jeweils ein Ereignis. Das Labor fand jedes Mal nur das Material, nach dem die Figur aussieht.

Wer die Figur rund zwanzig Minuten ohne Unterbrechung ansieht, löst SCP-136-2 aus; kürzere Blicke bleiben folgenlos.

Aus dem Wachbuch der Außentür, Versuch ██████████, Proband soll ununterbrochen hinsehen:

14:00 Tür zu, Uhr läuft.
14:21 Lachen, eine Frauenstimme. Passt zur Tonfigur.
14:21–14:25 nichts.
14:25 Proband ruft, immer wieder. Das Lachen kommt zurück und wird lauter.
14:26 ein einzelner Schrei, nicht vom Probanden. Danach Ruhe.
14:31 Tür auf. Proband reagiert auf keine Ansprache, wird hinausgeführt. Im Behälter steht eine Metallfigur, 17 cm, männlich.

Seine Aussage, Tage später: Wann die Figur verschwand, wisse er nicht. Irgendwann habe er nicht mehr auf sie gesehen, sondern auf SCP-136-2: ein Abbild der Figur, nur größer und falsch, beinahe so hoch wie die Tür und durchscheinend. Der Mund viel zu breit, die Augen fast nur Iris. Sie sei näher gekommen, ohne zu gehen. Keiner der Betroffenen beschreibt etwas anderes als blanke Angst.

Bei einem früheren Versuch mit zwei Probanden bestand jeder hinterher darauf, die Gestalt sei auf ihn zugekommen, nicht auf den anderen.

Außerhalb des Raums wurde SCP-136-2 nie beobachtet. Was bleibt, scheint im Kopf zu sitzen: Alle Betroffenen haben danach bis zu sechs Monate lang schwere Albträume. In Einzelfällen sieht ein früherer Betrachter die Gestalt Stunden später erneut, irgendwo im Standort; dann verlieren alle Umstehenden das Bewusstsein. Mehrere fielen ins Koma, mindestens einer starb.

Tiere reagieren nicht. SCP-136 wirkt nur auf Menschen.

Anhang:

Aus dem Schriftverkehr

Zweiter Antrag auf Einstufung als Keter und Vernichtung. Seit dem Fund in der verriegelten Abstellkammer eines leerstehenden Hauses, dem man Spuk nachsagte, haben wir nichts als Schaden gesehen. Schon bei der Begehung geriet ein Agent in Panik und stürzte aus einem Fenster im Obergeschoss. – Dr. R. Okafor-Lind

Vermerk der Aktenführung: Wie der erste blieb auch dieser Antrag ohne Folgen, die Einstufung gilt unverändert. SCP-136 wird bei Befragungen weiterhin als Druckmittel eingesetzt. Dr. Okafor-Lind arbeitet inzwischen in einer anderen Abteilung.

Nachtrag: Nach einem späteren Vorfall gilt ein Proband als verschwunden. Zuletzt gesehen wurde er . Die Ursache soll inzwischen bekannt sein; in dieser Akte steht sie nicht.

Quelle Diese Akte beruht auf SCP-136 von kabu aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-136) und steht unter CC BY-SA 3.0.

Ende der Akte SCP-136. Fiktives Dokument aus dem SCP-Archiv des Creepypasta-Wikis, angelehnt an das Konzept der SCP Foundation (CC BY-SA 3.0).

Fälle zu SCP-136

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