SCP-141 – Codex Damnatio
Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.
- Objekt-Nr.
- SCP-141
- Objektklasse
- Safe
- Freigabestufe
- 2/5
- Aktenführung
- Schattenzirkus
- Angelegt
- 13.10.2026

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:
- Ein Buch, eine Hand. Wird SCP-141 ausgeliehen, liegt es ständig in der Hand des zuständigen Forschers. Kein Tisch, keine Tasche, kein Kollege. So kann es weder vertauscht noch entwendet werden.
- Höchstens sieben Tage. Ausleihe nur ab Freigabestufe 3, mit schriftlicher Genehmigung und für längstens eine Woche. Danach zurück in den Tresor, dessen Schloss nur zwei Personen gemeinsam öffnen.
- Keine eigenen Leute. Seit einem Vorfall im Jahr , darf niemand aus der Foundation als Schuldiger eingetragen werden. Ausnahme: D-Klasse-Personal nach schriftlicher Einwilligung. Interne Disziplinarverfahren werden nie mit SCP-141 geführt (Beschluss des O5-Rats).
- Fremde Hände fernhalten. Andere Gruppen, die von dem Buch wissen, würden es gegen Gerichte überall einsetzen. Jede Anfrage von außen gilt als Hinweis auf einen Beschaffungsversuch.
Beschreibung:
Wer SCP-141 verwahrt, lernt es zuerst über das Gewicht kennen: ein schmaler Kodex, der in eine Hand passt, Ledereinband mit Titel auf dem Rücken, rund 150 Seiten aus Papyrus. Bei der jährlichen Sichtung fand die Restaurierung nichts zu tun. Seit das Buch erfasst ist, zeigt keine Seite einen neuen Knick oder Abrieb.
Was das Buch verlangt:
- Schwarze Tinte; welcher Stift, ist gleich.
- Latein, wie es zur Zeit der römischen Republik geschrieben wurde.
- Platz in der hinteren Hälfte, die leer ist.
- Genaue Angaben zu Verdächtigem, Zeugen, Beweisen und Opfer.
Was es liefert, und was nicht:
- Keine Gewissheit. Einem sehr misstrauischen Prüfer hält das Ergebnis nicht immer stand, und ein Gericht, das meist dem Eintrag zuneigt, kann anders entscheiden.
- Ein Messer im Spülkasten, eine Quittung in der Jackentasche: Beweise tauchen dort auf, wo Ermittler ohnehin suchen.
- Zeugen, die sich ehrlich an das Eingetragene erinnern und es beschwören.
- Nur, was dasteht. Wo der Eintrag vage bleibt, bleibt auch die Wirklichkeit vage.
- Bei großer Sorgfalt die Tat selbst, samt einer Erinnerung des Beschuldigten daran (siehe Rückgabevermerk).
Wer trotzdem freigesprochen wird, hat wenig davon. Seine Nachbarn glauben, was sie zu wissen meinen.
Als die Forschung einmal nach einem Prozess der späten Kaiserzeit fragte, mit Stadt, Jahr und Anklage, füllten sich die aufgeschlagenen Seiten mit genau diesem Fall. So fasst die vordere Hälfte weit mehr Prozessnotizen, als sie Seiten hat, von den Ächtungen der späten Republik bis in die Gegenwart, mit Aussagen und Beweisstücken. Jeder neue Eintrag erscheint nach einiger Zeit ebenfalls dort, in derselben gleichmäßigen Hand.
Entdeckung und Bergung:
Eine Radiokarbondatierung ist bei SCP-141 nie gelungen; jede Probe ergibt ein anderes Ergebnis. Abgleiche mit Gerichtsarchiven ergaben, dass das Buch in Akten politischer Verfolgungswellen des 20. Jahrhunderts ebenso auftaucht wie bei Hexenprozessen, vor Inquisitionsgerichten und in Ketzerverfahren. So wurde die römische Herkunft, zunächst nur nach dem Aussehen geschätzt, bestätigt.
Anhang:
Ausleihbuch Tresor 141, Rückgabevermerk
Probelauf mit einer erfundenen Sache: Diebstahl eines Werkzeugkoffers aus der Werkstatt von Standort-19. Eingetragen als Schuldiger: D-14402, Einwilligung liegt vor. Nach zwei Tagen erinnert sich D-14402 an beides, an den Diebstahl und an den Abend, an dem er Karten gespielt hat. Er fragt, welche Erinnerung er behalten darf.
Drei Techniker erinnern sich übereinstimmend an die Tat; der Koffer liegt unter seiner Pritsche. Nur die Uhrzeit hatten wir vergessen. Jeder Zeuge nennt eine andere.
Offene Fragen: Kann ein Eintrag jemanden entlasten? Wirkt er in einem laufenden Prozess? Ein Versuch ist beantragt, aber ██████████.
Quelle Diese Akte beruht auf SCP-141 von AssertiveRoland aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-141) und steht unter CC BY-SA 3.0.
Fälle zu SCP-141
Zu diesem Objekt gibt es noch keine Fälle.