SCP-085 – Hand-drawn “Cassy”

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VERTRAULICH
Objekt-Nr.
SCP-085
Objektklasse
Safe
Freigabestufe
2/5
Aktenführung
Schattenzirkus
Angelegt
13.10.2026
SCP-085 – Hand-drawn “Cassy”
Abb. 1: SCP-085

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:

  1. Ein fester Ort. SCP-085 lebt auf einem einzigen weißen Zeichenblock in Raum 12, Standort-19. Lose Blätter wären unüberschaubar.
  2. Kein Papier verlässt den Raum. Sie wechselt auf jedes Papier und jede Leinwand, die bündig an ihr Blatt stößt, und könnte so unbemerkt hinausgetragen werden. Papiermüll wird Blatt für Blatt angesehen und danach verbrannt. Fotos, Karton, Glas und Pergament sind ihr verschlossen.
  3. Feuer ersticken. Ein Brand wäre ihr Ende. Bei Rauch tauscht die Anlage die Raumluft aus; wer im Raum ist, setzt sofort die Atemmaske neben der Tür auf.
  4. Kontrolle an der Tür. Personal wird beim Betreten und Verlassen durchsucht und regelmäßig psychologisch überprüft. Kontakt ist ab mittlerer Freigabestufe erlaubt, nur unter Aufsicht; wer ihr etwas mitteilen will, schreibt direkt auf ihr Blatt.
  5. Beschäftigung. Die Bauakte (siehe unten) wird als Teil der Betreuung fortgeführt.

Beschreibung:

Sie ist die Strichzeichnung einer jungen Frau, Schwarz auf Weiß, rund 15 Zentimeter groß, mit langem, im Nacken gebundenem Haar und einem Sommerkleid. Sie denkt, plant und ist freundlich zu jedem. Sie antwortet mit Gebärden oder schreibt an den Blattrand; eine Stimme, die man hören könnte, hat sie nicht. Sie unterschreibt mit einem Kosenamen und besteht darauf.

Auszug aus der Bauakte „Gewächshaus 085“, geführt von R. Wendland, technischer Zeichner:

Blatt 1. Vor dem Anfang wollte sie sehen, wie ich arbeite. Ich habe eine Konstruktionszeichnung bündig an den Block gelegt, und sie ist hinübergegangen. Dort war sie plötzlich in Normstrich gezeichnet, mit Maßpfeilen am Kleid.
Blatt 3. Eine Katze für die Werkstatt gezeichnet. Die Katze rührt sich nicht. Bei Lebewesen ist das immer so, steht in der Akte.
Blatt 5. Saatschalen und ein Sack Erde, Bleistift, in die untere Ecke ihres Blattes gezeichnet. Sie hat die Schalen einzeln angefasst und in eine Reihe gestellt. Was sie loslässt, bleibt, wo es ist.
Blatt 8. Gießkanne. Aus Gewohnheit Wasserstriche an die Tülle gesetzt. Das Wasser hing trotzdem still in der Luft, bis sie die Kanne kippte.
Blatt 11. Karopapier als Werkstattboden versucht. Für sie war das eine Ebene ohne Ende. Sie ist fast eine Stunde geradeaus gegangen und dann umgekehrt. Wir nehmen wieder Weiß.
Blatt 14. Erste Saat gezeichnet. Sie hat aus der Tasse getrunken, die ich ihr dazugezeichnet hatte, und gefragt, wann etwas wächst. Ich habe geschrieben: lange. Sie schien zufrieden.

Anhang:

Vermerk zur Vorgeschichte

Ein Mitarbeiter (██████████) legte einmal versehentlich ein Schriftstück über sie selbst neben ihren Block, Kante an Kante. Sie wechselte hinüber und las es. Danach wurde ernsthaft erwogen, SCP-085 zu vernichten; der O5-Rat lehnte ab.

Bis dahin glaubte sie, draußen sei alles leer und sie wandere allein durch die Reste, auf der Suche nach Spuren. Die Zeichner nannten jede Ungereimtheit einen schlechten Schlaf. Seit dem Schriftstück kennt sie die Wahrheit: Sie hat keine Rückseite, und kein Blatt führt hinaus.

Gefunden wurde sie nie, die Foundation hat sie gemacht. Am Anfang stand eine schlichte Skizze mit Namenszug, gezeichnet mit einem anomalen Zeichengerät und danach von einer ebenfalls anomalen Maschine „verfeinert“. Wiederholen ließ sich das nie.

Was ihr hilft, ist Arbeit: Bilder mit optischen Täuschungen, Würfel, die nach zwei Seiten zugleich kippen, Dreiecke, die es nicht geben kann. Sie betrachtet sie stundenlang und will wissen, wer sie erfunden hat. Seit dem Vorfall ist sie stiller; Gespräche helfen wenig, wenn man nur über Papier reden kann.

Quelle Diese Akte beruht auf SCP-085 von FritzWillie aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-085) und steht unter CC BY-SA 3.0.

Ende der Akte SCP-085. Fiktives Dokument aus dem SCP-Archiv des Creepypasta-Wikis, angelehnt an das Konzept der SCP Foundation (CC BY-SA 3.0).

Fälle zu SCP-085

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