SCP-372 – Peripheral Jumper (Randspringer)
Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.
- Objekt-Nr.
- SCP-372
- Objektklasse
- Euclid
- Freigabestufe
- 3/5
- Aktenführung
- Schattenzirkus
- Angelegt
- 13.10.2026

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:
- Eine Kamera auf jedem Helm. Das Wachpersonal trägt Helmkameras, deren Bild live in die Wachstation geht. Dort sieht man, was dem Auge entgeht.
- Kein Futtergang. Gefüttert wird alle zwei Wochen mit rohem Fleisch und Gemüse, und zwar ausschließlich durch einen Schacht in der Decke. Kein Mensch betritt dafür die Zelle.
- Messen statt Hinsehen. Die Zellwände sind durchsichtig und verstärkt, dazu tasten Bewegungsmelder mit Infrarot den Raum ab. Ein Sensor hat keinen Blick, den das Tier vorhersehen könnte.
- Niemals umstellen. Nie dürfen mehrere Personen SCP-372 von allen Seiten einschließen. Siehe Beobachtungsreihe.
- Jedes Flackern melden. Nach einem Ausbruch meldet jede Person sofort jede Bewegung im Augenwinkel. „Ich habe mich bestimmt getäuscht“ ist kein zulässiger Befund.
Beschreibung:
Auswertung einer Helmkamera, Wachgang am Zellblock, Analystin Rieke Ostwald
Der Wachmann sieht die ganze Runde über nichts. Seine Kamera sieht ein Tier.
Bild 112: Der Mann dreht den Kopf nach links. Noch bevor er es tut, liegt am rechten Bildrand schon ein heller, schmaler Rumpf an der Decke, auf dünnen Gliedern, acht Paaren. SCP-372 hat die Drehung nicht abgewartet. Es wusste sie vorher. Nach heutigem Stand empfängt es die elektrischen Ströme im Gehirn der Menschen um sich herum und liest daraus, wohin sie als Nächstes schauen und wie sie sich bewegen werden.
Bild 113 bis 140: Augen und Ohren hat es nicht, nur ein einzelnes Sinnesorgan am Kopfende, das wohl mit Echos arbeitet und zusätzlich Energieflüsse wahrnimmt. Das Tier, rund zwei Meter vom Kopf bis zum Schwanz und etwa 45 Kilogramm schwer, faltet sich in eine Ecke, die eigentlich zu klein für seinen Körper ist. Es ist überall biegsam. Feine Härchen an den Beinen halten es an Glas, Beton und Metall gleichermaßen.
Für den Menschen sucht es sich drei Verstecke: den blinden Fleck im Auge, die winzigen Pausen, in denen das Auge von einem Punkt zum nächsten springt und für einen Augenblick nichts aufnimmt, und den Raum hinter dem Hinterkopf. Seine Muskulatur erlaubt dabei Bewegungen, die zugleich sehr schnell und sehr genau sind; ihr Aufbau: . Mehr als ein Huschen am Rand des Blickfelds bekommt man so nie zu sehen.
Beobachtungsreihe
Je mehr Augen auf den Prüfraum gerichtet sind, desto enger wird es für das Tier. Wer allein sucht, findet so gut wie nichts; mit jedem weiteren Beobachter zeigt es sich öfter, weil ihm nur Winkel bleiben, die keiner von ihnen sieht. Lässt man ihm gar keinen mehr, greift es an. Beim einzigen Versuch dieser Art geschah das sofort, und gesehen hat es keiner der Beobachter. Zwei kamen ohne einen Kratzer davon. Ein Proband verlor ██████████ und wurde schwer verletzt; ein anderer starb an einer Wunde, die von einem Augenblick zum nächsten da war.
Warum es angriff, ist offen. Die naheliegende Deutung: Ein Tier, das von Verstecken lebt, verträgt keinen Raum ohne Versteck. Ostwald, am Rand: „Seit dieser Auswertung sitze ich mit dem Rücken zur Wand.“
Entdeckung und Bergung:
In der Krankenakte eines Klinikpatienten stand jahrelang dieselbe Diagnose: Wahnvorstellungen, ein Verfolger, den nur er bemerkte. Die Diagnose war falsch. Das Tier hatte sich tatsächlich nur ihm gezeigt.
Als eine verdeckt eingesetzte Fachkraft der Foundation den Fall aufgriff, war der Mann bereits zerbrochen; zuletzt hatte er sich selbst nicht mehr geglaubt. Was danach aus ihm wurde, bleibt offen. Warum SCP-372 ausgerechnet ihn wählte, weiß niemand. Wie es eingefangen wurde, ist nicht freigegeben.
Quelle Diese Akte beruht auf SCP-372 von Sylocat aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-372) und steht unter CC BY-SA 3.0.
Fälle zu SCP-372
Zu diesem Objekt gibt es noch keine Fälle.