
Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.
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Im Oktober des Jahres 2007 ist der damals 16 Jährige Julius in Rheinland-Pfalz verschwunden. Bis zum heutigen Tage dauert die verzweifelte Suche seiner Familie an.
Aufgrund der wenigen Hinweise auf Julius Verbleib, hat sich seine Familie an mich, Dr. Weht gewandt, damit ich nicht nur Nachforschungen anstelle, sondern auch damit ich Hinweise mit der Öffentlichkeit teile.
Was folgt sind drei Ausschnitte aus dem Tagebuch von Julius, welches nach seinem Verschwinden auf seinem Laptop gefunden wurde.:
Ausschnitt 1:
27.10.07
Ich kann mir vorstellen, dass das jetzt verrückt klingt, aber um es zu verarbeiten muss ich es einmal niederschreiben. Aber von vorne…
Heute Nachmittag, es muss so gegen fünf gewesen sein, war ich wie fast jeden Tag in den naheliegenden Wäldern unterwegs. Ich bin dort häufig, weil ich die Natur über alles Liebe und es für mich keine schönere Freizeitbeschäftigung gibt als das nachdenkliche Wandern durch den von der Herbstsonne in Bernsteinfarbenem leuchtenden Wald.
Als ich aber heute dort war und in Gedanken versunken über den mit Laub bedeckten Waldboden entlang schlenderte, packte mich wie aus dem nichts ein merkwürdiges Gefühl. Meine Hände wurden kalt, obwohl ich sie die gesamte Zeit über in meiner Jackentasche hielt. Ich spürte, wie sich meine Armhaare aufstellten und ich begann schwer zu atmen. Ich fragte mich sofort, was der Auslöser für dieses Gefühl war, aber ich konnte es nicht herausfinden. Als ich mich umgehend auf den Heimweg machte, hatte ich die gesamte Zeit über das Gefühl, als würde mich jemand oder etwas anstarren.
Mehr ist heute nicht passiert aber ich bin dennoch beunruhigt, weil ich mir einfach nicht erklären kann was da vorgefallen ist.
Ausschnitt 2:
29.10.07
Ich werde verfolgt, ich weiß nicht von wem oder von was, aber ich bin mir ganz sicher. Schon vorgestern hatte ich das Gefühl, dass mich jemand anstarrt aber heute habe ich auch etwas gesehen.
Ich habe es aufgrund des Ereignisses vom 27. vermieden in den Wald zu gehen, aber ich wollte nicht darauf verzichten die Natur zu genießen, weshalb ich heute Nachmittag in unserem Garten saß.
Und als ich da saß, bekam ich wieder das Gefühl wie schon vorgestern, etwas war da, ich spürte es. Ich bin also aufgestanden und wollte nach einer Ursache dieses Gefühles suchen. Und dann sah ich Es, ich schaute geradewegs in den Wald und hinter einem der Bäume stand eine große und dünne, aber gleichzeitig furchteinflößende Gestalt. Um besser sehen zu können, ging ich ein paar Schritte näher heran. Da sah ich genau in das Gesicht von dieser Gestalt, ich kann nicht sagen ob es nur eine Maske war, aber ich versuche einfach zu beschreiben, was ich in dieser Fratze sah. Das erste was mir ins Auge fiel, waren diese kalten und Dunklen Augen, ich hab nicht die geringste Idee wie ich diese Augenfarbe beschreiben soll, denn ich habe diese Farbe noch nie zuvor gesehen. In totaler Verwirrung war ich wie gelähmt und sah diesen schmalen Mund, welcher einfach wie ein schwarzer Strich auf dem sonst nur grauem Gesicht aussah. Und als ich die Nase dieser Gestalt sah, schauderte es mir, dort wo bei einer Normalen Person die Nasenlöcher sind, waren bei diesem Ding scharfe Zähne welche aus der Nase herauszuwachsen schienen. Über ihrem hochgewachsenen und schlanken Körper trug diese Gestalt eine weite, schwarze Robe.
Nach diesem ersten Schock drehte ich mich auf der stelle um und rannte, ich rannte so weit und so schnell wie ich es noch nie zuvor getan habe, ich ignorierte jede Rote Ampel und zog den Ärger von nicht wenigen Autofahrern auf mich. Als ich nach einer gefühlten Ewigkeit kurz anhielt um Luft zu holen drehte ich mich um und sah…nichts, doch als ich mich abermals drehte um in voller Panik weiter zu laufen stand diese Gestalt nur drei Meter von mir entfernt auf dem Gehweg. Sie stand bloß da und starrte mich aus diesen undefinierbaren Augen an. Mir entfuhr ein panischer Schrei und ich rannte den gleichen weg zurück den ich zuvor gerannt bin. Ich hatte nur ein verlangen und zwar weg, weg von dieser Gestalt.
In dieser Nacht habe ich kein Auge zugetan.
Jetzt sitze ich hier und schreibe diese Zeilen und ich weiß, dass dieses Ding nicht weit von mir lauert. Worauf? Ich weiß es nicht. Das einzige was ich weiß ist, dass dieses Ding hier ist, es ist hier.
Ausschnitt 3:
31.10.07
Der heutige Tag wird nicht gut enden, ich weiß es. Falls dass hier nach meinem Tod oder nach meinem verschwinden gefunden wird, will ich der Welt da draußen etwas sagen:
Wir haben alle diesen Schatten in unseren Augenwinkeln und dieser scheint immer weg zu huschen wenn man die Augen bewegt. Was ist, wenn dieser Schatten mehr als nur Real ist und man ihn vollständig ansehen kann, dann wird einem vermutlich genau das passieren, was mir passiert ist. Einige würden es Fluch nennen, andere ein Hirngespinst, wie auch immer man es nennen mag, es ist da und es wird immer da sein und beobachten, in stille und es wird versuchen vor dem unwissenden Blick zu fliehen aber wer es einmal sieht, der wird nie wieder ruhig schlafen können, nie wieder.
Ich bin heute Abend allein zuhause und habe die Gewissheit, dass mich dieser Schatten beobachtet.
Ich weiß nicht ob ich heute Nacht überleben werde, denn ich höre seit geraumer Zeit Schritte, die um unser Haus gehen, kaum hörbare leichte Schritte. Ich habe alle Lichter ausgeschaltet und hoffe einfach, dass meine Eltern bald von ihrer Halloween Tour mit meinem kleinen Bruder zurück kommen.
Für den Fall der Fälle, ich liebe dich Mama und auch dich Papa und ganz besonders dich Bruderherz.
Julius verschwand in der Halloween Nacht, es gab keine Spuren von einem Einbruch. Bis Heute gibt es keine Spur von Julius. Das Tagebuch wurde akribisch untersucht und analysiert, ein Psychologe kam zu dem Schluss, dass Julius wahrscheinlich Wahnvorstellungen hatte und in einem Anfall von Paranoia fluchtartig das Haus verließ. Mehr konnte dieser Psychologe aber auch nicht dazu sagen.
Zu der Zeit in der Julius verschwand, kursierten Gerüchte über einen Kult in der Gegend, ob diese wahr sind und ob sie mit Julius verschwinden zusammenhängen ist unklar. Unklar ist auch, ob dass Tagebuch hilfreich beim finden von Julius ist oder nicht.
Ein letzten Punkt möchte ich aber noch einmal vorbringen, denn auf den Tag genau, 7 Jahre nach dem Verschwinden von Julius tauchte eine Zeichnung an der Tür auf, die in Julius Raum führt, hierbei ist auch nicht geklärt ob diese Zeichnung etwas mit dem Fall zu tun hat, aber ich fand es wichtig zu erwähnen.


