SCP-074 – Quantum Woodlouse (Quantenassel)
Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.
- Objekt-Nr.
- SCP-074
- Objektklasse
- Euclid
- Freigabestufe
- 3/5
- Aktenführung
- Schattenzirkus
- Angelegt
- 13.10.2026

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:
- Köder. Ein Ei soll ein Ziel finden, das kein Mensch ist. Jeden Morgen tastet Agnes Wendler deshalb unter Rotlicht die Bahnen gezüchteter Menschenhaut ab, die körperwarm rund um die Kammer hängen; matte, harte Stellen werden ausgetauscht und vernichtet. Begründung: Die Spender haben gewöhnliche Schulbildung, aber keine weiterführende. Erst ein wenig Alltagswissen macht die Haut zum Köder.
- Äpfel. Liegt SCP-074 außerhalb der Kammer, lenken leichte Reize an Fühlern oder Augen sie zurück. Begründung: Solange sie kaut, bleibt sie friedlich; darum liegen in der Schleuse stets vier ganze Äpfel bereit, einer für jedes Kieferpaar.
- Wissen schließt aus. Das Pflegepersonal versteht noch weniger von Physik als die Spender; schon Schulwissen über Strom oder Schall spricht gegen eine Einstellung. Wer die Liste ihrer Erscheinungen kennt, Physik studiert oder früher an ihr geforscht hat, bleibt mehrere Kilometer entfernt. Begründung: Ihre Eier entstehen bevorzugt dort, wo dieses Wissen sitzt.
- Kein Tageslicht. Der Raum ist nur über eine Lichtschleuse zu erreichen, die bei UV-Licht sperrt; auch das Glas der Kammer filtert UV. Begründung: UV-Licht vervielfacht ihre Aussendungen und lässt die Brut schneller wachsen; Dunkelheit bremst beides.
- Zu viel Platz. Die Kammer ist um ein Vielfaches zu groß und darf nie verkleinert werden. Begründung: Je enger sie wohnt, desto öfter liegt sie plötzlich draußen.
- Nichts mehr herausfinden. An SCP-074 wird nicht mehr gemessen und Fragen des Personals bleiben unbeantwortet. Begründung: Was in ihrer Nähe genau untersucht wird, fängt sie an zu tun.
Beschreibung:
Die Pflege der Riesenassel SCP-074 leitet Agnes Wendler, gelernte Obstbäuerin. Sie kannte das Tier schon vorher (siehe Bergung). Ihre Berichte gehen unverändert in diese Akte; die Erläuterungen dazwischen sieht sie nie.
„Am Hinterende geht wieder das Licht an und aus, wie eine Lampe mit Wackelkontakt. Was das ist, will ich nicht wissen.“
Erläuterung: In der Nähe von SCP-074 entstehen Eier (SCP-074-1) von selbst, ohne Partner. Jedes Aufleuchten des Organs am Legeapparat macht das wahrscheinlicher. Am liebsten entstehen sie im Fleisch von Menschen und reifen dort heran; unter täglichem Sonnenlicht wog eines nach einem Monat acht Kilogramm, bevor man es herausschnitt. Wie die Brut ihren Wirt verlässt, weiß niemand.
„Heute früh lag sie im Gang, drei Schritte neben dem Glas. Das Glas ist heil. Vier Äpfel, dann haben wir sie zurückgeschoben. Groß und schwer wie ein Auto, aber unter ihr knarrt nicht mal der Gitterrost.“
Erläuterung: Vor dem Forschungsverbot gemessen: rund 375 Gramm auf der Waage, beim Anschieben etwa 1700 Kilogramm. Die Physik von SCP-074 richtet sich nach den Köpfen ringsum: Ein Naturgesetz, das dort jemand im Einzelnen versteht, kann sie verbiegen. Durchs Glas kommt sie vermutlich so, wie kleinste Teilchen manchmal durch eine Wand kommen. Was die ersten Forscher an ihr nachwiesen, steht in einer Liste unter hoher Freigabestufe.
Agnes Wendler weiß nicht, warum ein Magnet hält. Ihr Arbeitsvertrag untersagt ihr jede Weiterbildung.
Entdeckung und Bergung:
Den Anstoß gab eine Meldung des Pflanzenschutzdienstes aus ██████████. Auf einem abgelegenen Obsthof waren Apfelbäume, Bienenkästen und Zaunpfähle von kleinen Löchern durchsetzt wie nach einem Strahlenunfall. Strahlung war keine messbar; die Schäden reichten rund 400 m weit und wurden zur Scheune hin dichter. Dort lag SCP-074 auf einem Haufen Fallobst.
Die Bäuerin hatte sie drei Winter lang gefüttert und niemandem davon erzählt. „Sie hat ja keinem was getan.“ Ihr Mann, der , war im ersten dieser Winter gestorben. Statt eines Amnestikums bekam die Bäuerin einen Arbeitsvertrag.
Quelle Diese Akte beruht auf SCP-074 von Voct aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-074) und steht unter CC BY-SA 3.0.
Fälle zu SCP-074
Zu diesem Objekt gibt es noch keine Fälle.