SCP-127 – Die lebende Maschinenpistole
Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.
- Objekt-Nr.
- SCP-127
- Objektklasse
- Safe
- Freigabestufe
- 2/5
- Aktenführung
- Schattenzirkus
- Angelegt
- 13.10.2026

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:
- Nährbad statt Waffenregal. Was SCP-127 zum Leben braucht, ist wenig: Wasser, Calcium und Eiweiß. Deshalb ruht es zwischen den Versuchen nicht im Regal, sondern vollständig untergetaucht in einem Becken mit dieser Lösung. Das Becken steht in Waffenschrank 7-C.
- Kleiner Kreis. Den Schrank öffnet nur das Forschungsteam, dem SCP-127 zugeteilt ist. Jede weitere Hand am Griff würde die Beobachtungen zu seinem Verhalten verfälschen.
- Behandlung wie jede Feuerwaffe. Für Transport, Schießversuche und Aufbewahrung gelten die üblichen Waffenvorschriften – nicht mehr und nicht weniger. Die Schießversuche haben bisher keinen Grund für strengere Regeln geliefert.
- Schussbuch. Nach jedem Versuch trägt die Versuchsleitung die Zahl der abgegebenen Schüsse ein. Weil der Vorrat Tage zum Nachwachsen braucht, lassen sich Versuchsreihen nur so verlässlich planen.
- Badkontrolle. Bei jedem Rundgang wird geprüft, ob das Wasser klar ist und das Objekt vollständig bedeckt. Trübes oder verbrauchtes Wasser wird sofort ersetzt.
Beschreibung:
Aus dem Bericht der Eingangsprüfung: Auf dem Prüftisch wirkte SCP-127 zunächst wie ein Routinefall – eine kompakte Maschinenpistole gängiger Bauart, mattschwarz, ohne erkennbare Besonderheiten. Stutzig wurde der Prüfer erst, als er den Verschluss öffnen wollte. Dahinter lagen keine Federn und Metallteile, sondern feuchtes, warmes Gewebe, das sich bei der Berührung leicht zusammenzog.
Bei der Durchleuchtung zeigte sich, dass das Metall nur eine Verkleidung ist: Unter Stahl und Kunststoff füllt ein zusammenhängender, lebender Körper die Form der Waffe aus. Hinweise darauf, dass er sich vermehren könnte, fanden sich nicht.
Das Magazin lässt sich nicht abziehen; es ist mit diesem Körper zusammengewachsen. Nach etwa 60 Schuss ist der Vorrat erschöpft. In den folgenden Tagen bilden sich neue Geschosse, und das Objekt nimmt in dieser Zeit sichtbar mehr Nährlösung auf.
Die Geschosse selbst sehen aus wie kleine, harte Zähne. Die Erbgutanalyse lieferte ein Ergebnis, mit dem niemand gerechnet hatte: Die Proben gehören zu keiner Tierart, die je beschrieben wurde – auch nicht zum Menschen.
Der Wahlhebel arbeitet wie bei jeder Waffe dieser Art, mit einer Ausnahme: Bei jedem Wechsel zwischen Einzel- und Dauerfeuer stöhnt SCP-127 hörbar auf.
Nach der ersten Versuchsreihe wurde das Objekt ██████████ als Safe eingestuft.
Entdeckung und Bergung:
Die Erfassung in der Lagerhalle lief nach Schema: Kiste öffnen, Waffe prüfen, Nummer notieren, Etikett anbringen. Bundesbehörden räumten hier eine Sammlung, die schlicht zu groß war, um sie liegen zu lassen; ihr Besitzer hatte über eine Woche tot in seinem Haus gelegen, ein Herzinfarkt. Bei der vierzehnten Kiste stockte der Beamte. Die Maschinenpistole darin war warm, obwohl die Halle seit Tagen nicht geheizt wurde. Als er den Wahlhebel probehalber umlegte, ging ein tiefes Stöhnen durch den Raum. Er legte die Waffe zurück, schloss die Kiste und meldete den Fund. Noch am selben Abend stand ein Fahrzeug der Foundation vor dem Tor.
Woher der Sammler die Waffe hatte, ließ sich nie klären. Seine Kaufbelege reichen nur bis ██████████.
Quelle Diese Akte beruht auf SCP-127 von Arcibi aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-127) und steht unter CC BY-SA 3.0.
Fälle zu SCP-127
Zu diesem Objekt gibt es noch keine Fälle.