SCP-105 – “Iris”

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VERTRAULICH
Objekt-Nr.
SCP-105
Objektklasse
Safe
Freigabestufe
2/5
Aktenführung
Schattenzirkus
Angelegt
13.10.2026
SCP-105 – “Iris”
Abb. 1: SCP-105

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:

  1. Keine Bilder im Trakt. Im Wohntrakt gibt es keine Fotos und keine Ausweise mit Lichtbild; Telefone und Kameras bleiben an der Schleuse. Gespräche mit ihr und jede Kamera in ihrer Nähe genehmigt die Forschungsleitung. Begründung: Auch fremde Bilder öffnen ihr einen groben Blick nach draußen.
  2. Ortung. SCP-105 trägt ein Ortungsimplantat. Begründung: Ein Fluchtversuch ist aktenkundig (siehe Anhang).
  3. Die Kamera wohnt woanders. SCP-105-B lagert auf einem anderen Gelände in einem Hochsicherheitsfach, das sich gegen unbefugtes Öffnen auf mehrere Arten wehrt. Einzelheiten kennt nur ██████████. Begründung: Mit der eigenen Kamera arbeitet SCP-105 genau, und das ist derzeit mehr Risiko als Nutzen.
  4. Gesellschaft als Lohn. Gemeinsame Mahlzeiten und Besuche gibt es für gutes Verhalten, und sie lassen sich entziehen. Begründung: SCP-105 arbeitet mit, solange sie etwas zu verlieren hat.

Beschreibung:

Aus dem Bericht einer Versuchsleiterin, erstes Verwahrungsjahr:

„Zum Aufwärmen ein Archivfoto aus fremder Kamera. SCP-105, eine zierliche junge Frau, hellblond und ruhig, nennt das Wetter am Aufnahmeort und wischt dort ein Blatt vom Tisch; zielen kann sie damit nicht.

Dann ihre eigene Kamera, unter Bewachung gebracht: ein klobiges Sofortbildgerät von 1982, in jeder anderen Hand gewöhnlich, ebenso die Bilder, die eine Laborkraft gestern damit gemacht hat. Eines zeigt das Pflanzregal im Gewächshaus des Nachbargeländes, aus einer halben Armlänge aufgenommen.

Sie nimmt es und sagt, dort regne es jetzt, und an den hinteren Tischen gieße jemand. Das Bild in ihrer Hand bewegt sich. Unser Funk bestätigt beides Sekunden später. Dann schiebt sie die Fingerspitzen in die Bildfläche, als ginge es dahinter weiter, und rückt einen Topf zur Seite. Im Gewächshaus notiert die Beobachterin: Topf um eine Handbreit versetzt, Erde am Rand verwischt, niemand am Regal. Ihr Kollege besteht darauf, er habe schmale Finger gesehen und nichts, woran sie hingen. Die hinteren Tische erreicht sie nicht: Was sie fassen will, muss nahe der Stelle liegen, an der die Kamera stand.

Zum Schluss fächere ich ihr zehn Bilder in die linke Hand. Alle zehn bewegen sich. Mit der rechten greift sie nach dem Stapel auf meinem Tisch. Ich beende den Versuch.

Die Kamera gibt sie selbst zurück, wischt vorher mit dem Ärmel über die Linse und sieht ihr nach, bis die Tür zu ist. Dann fragt sie, wann die nächste Sitzung ist.“

Entdeckung und Bergung:

Ein Gericht bestellte eine Sachverständige: Eine Angeklagte behaupte, den Tod ihres Partners über ein gemeinsames Foto mitangesehen zu haben, und wolle das im Saal vorführen. Die Sachverständige arbeitete für die Foundation. Zur Vorführung kam es nicht, zum Urteil auch nicht.

Bei den Eltern von SCP-105 steht heute eine baugleiche Sofortbildkamera im Regal; die echte hatte die Foundation aus der Wohnung geholt. Die Eltern halten die Kamera für das Letzte, was ihnen von der Tochter geblieben ist.

Anhang:

Entnahmeblatt Fach SCP-105-B (Auszug, Vermerke der Verwahrerin)

  • Sperrvermerk, rot umrandet: keine Entnahme für SCP-105 bis auf Widerruf. Anlass: gescheiterter Fluchtversuch, bei dem ein Stationsarzt geholfen hatte.
  • Davor, eng beschrieben: mehrere Seiten „Außeneinsatz, Aufklärung“, die Kamera jeweils am selben Abend zurück, Siegel unversehrt.
  • Randnotiz am letzten dieser Einträge: Danach sollte die Kamera für Tötungsaufträge ausgegeben werden. SCP-105 lehnte ab, mehrmals.

Quelle Diese Akte beruht auf SCP-105 von thedeadlymoose, Dantensen, and DrClef aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-105) und steht unter CC BY-SA 3.0.

Ende der Akte SCP-105. Fiktives Dokument aus dem SCP-Archiv des Creepypasta-Wikis, angelehnt an das Konzept der SCP Foundation (CC BY-SA 3.0).

Fälle zu SCP-105

Zu diesem Objekt gibt es noch keine Fälle.

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