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Der Hangar

Achtung: Verstörender Inhalt

Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.

Es war einmal… oder wie auch immer man Geschichten wie diese beginnt. Mein Name ist Volodymyr, vor knapp Vierzig Jahren war ich einer der jüngsten sowjetischen Feldheere jemals, normalerweise war ich in der Nähe des Uralgebirges in einem Arbeitslager stationiert, doch an jenem Tag sandte man mich in die heutige Ukraine, genauer nach Chernobyl um dort einen alten Hangar für Militärfahrzeuge zu untersuchen. Natürlich war das kein Problem für mich, zumindest nicht bevor ich die Halle betreten hatte.   Es war der 4. Januar 86´. Ich habe mir zwei meiner Jungs geholt, um mit ihnen zu besagtem Hangar zu fahren. Alleine der Weg war schon schrecklich, da es am Vortag geregnet hatte, waren die Landstraßen sehr matschig und wir blieben mit unserem Wagen einige Male im Boden stecken. Eigentlich hätten wir die Halle um einundzwanzighundert erreichen sollen, wir haben die Halle um null zweihundert am nächsten Morgen erreicht. Olaf, einer meiner Kumpanen, hat sich so sehr über die Strecke aufge…

Es war einmal… oder wie auch immer man Geschichten wie diese beginnt. Mein Name ist Volodymyr, vor knapp Vierzig Jahren war ich einer der jüngsten sowjetischen Feldheere jemals, normalerweise war ich in der Nähe des Uralgebirges in einem Arbeitslager stationiert, doch an jenem Tag sandte man mich in die heutige Ukraine, genauer nach Chernobyl um dort einen alten Hangar für Militärfahrzeuge zu untersuchen. Natürlich war das kein Problem für mich, zumindest nicht bevor ich die Halle betreten hatte.  

Es war der 4. Januar 86´. Ich habe mir zwei meiner Jungs geholt, um mit ihnen zu besagtem Hangar zu fahren. Alleine der Weg war schon schrecklich, da es am Vortag geregnet hatte, waren die Landstraßen sehr matschig und wir blieben mit unserem Wagen einige Male im Boden stecken. Eigentlich hätten wir die Halle um einundzwanzighundert erreichen sollen, wir haben die Halle um null zweihundert am nächsten Morgen erreicht. Olaf, einer meiner Kumpanen, hat sich so sehr über die Strecke aufgeregt, dass er seinen Flachmann aus der Uniform geholt hat, um sich zu beruhigen. Jedenfalls sind wir angekommen, das ist ja nun das Wichtigste. Der Hangar war farblich an den Wald, in dem er stand, angepasst, er war heruntergekommen und Stark von Moos und Efeu befallen.  Das Tor hatte schon angefangen zu rosten und wir mussten es mit Brechstangen so weit aufbiegen, bis wir durchkamen. Wir wurden von einem alten Feuchten Geruch aus der Halle begrüßt, als Olaf das roch fing er an zu husten.  

Als wir drei uns durch den engen Schlitz im Tor quetschten, fragte ich Tagel, meinen anderen Begleiter nach unseren Taschenlampen, seine Antwort hat weder mich noch den angetrunkenen Olaf erfreut: “Verdammt! Sie liegen noch beim Stützpunkt.” Ich atmete tief die feuchte Luft ein und antwortete: “Okay. Hier wird es mit Sicherheit einen Lichtschalter oder so etwas geben.”. Wir fingen an uns durch die Halle vorzuarbeiten. Nicht lange nachdem ich mich in Richtung Westen bewegt habe, hörte ich das Rascheln einer Kette, gefolgt von einem dumpfen, leisen Stoß unter mir. Ich schreckte leicht zurück. Als ich die Westwand erreichte, hörte ich Olafs Stimme laut ertönen: “Scheiße! Stoßstange!”, Ich erschreckte mich und hörte erneut einen Stoß unter mir. Etwas über mir fühlte ich ein dickes Kabel, was mich zu einem Stromkasten führte, während ich dem Kabel folgte, stolperte ich über eine Kiste auf dem Boden, mein Kopf knallte auf den Boden und meine landete in einer dicken Flüssigkeit auf dem Boden. Als ich es wieder auf die Beine geschafft habe, roch ich an meiner Hand, die Flüssigkeit roch verdorben und tropfte langsam auf den Boden. Obwohl mein Kopf am Brummen war, folgte ich dem Kabel und erreichte einen Stromkasten in der hinteren Ecke, ich öffnete ihn und legte einen großen Hebel in ihm um. Große Lichtröhren an der Decke hellten den Hangar innerhalb eines Augenblicks auf. Ich schwenkte meinen Kopf nach links zu dem Ort, an dem ich hingefallen war, ich sah die Kiste, jedoch keine Flüssigkeit am Boden.  

Ich warf einen Blick auf meine Hand.

Sie war sauber und roch neutral.  

Aus der Ecke des Hangars konnte ich nichts sehen, einige Geländewagen versperrten meine Sicht. “Olaf? Tagel?” rief ich in die Halle. “Volodymyr?” antwortete Olaf. Ich lief an den Autos vorbei und sah Olaf in der Nähe des Tors stehen. Während wir aufeinander zugingen, ertönte ein lauter Schrei außerhalb der Halle. Wir beide zuckten zusammen und schauten durch die Halle.  

“Wo ist Tagel?” fragte Olaf mich  

“Weiß ich nicht. Lass uns ihn suchen, ohne ihn können wir nicht weiter.”  

Olaf hob seine Hand und zeigte in die hintere rechte Ecke, dort war eine Werkstation, hinter der sich eine Art Raum mit Werkzeugen und Ersatzteilen befand. Als wir uns dort hin vorarbeiteten, zuckte Olaf zusammen und fragte mich, ob ich auch dieses laute Schreien gehört habe. Als ich dies verneinte, sah er mich verwirrt an und wir gingen weiter zur Werkstation. Nachdem wir beide den Eingang erreicht haben, hob Olaf seinen Arm und sagte mir das ich vorgehen sollte, zuerst sah ich nur Werkzeuge, die an Metallplatten hingen. Ich drehte mich um und in der linken Ecke stand ein Stuhl, und auf war Tagel. Er hing halb auf der Arbeitsfläche, wie als wenn er sich kurzerhand dazu entschieden hatte ein Nickerchen zu machen, ich tippte seine Schulter an und er schreckte auf, er sah verwirrt durch die Gegend und fragte mich, wo er ist und wer ich bin, ich sah ihn ebenfalls verwirrt an und antwortete ihm stumpf: “Ich bin Volodymyr.”

Er schloss seine Augen und sein Kopf fiel mit einem lauten Knall zurück auf die Metallarbeitsfläche.  

“Was zur Hölle?” sagte ich verwirrt und führte meinen Finger seinen Hals hinauf.

Er hatte keinen Puls.  

“Olaf?”  

“Ja.”

“Tagel hat keinen Puls.” sagte ich ihm, während er auf dem Weg zu mir war.

“Scheiße! Was ist mit ihm passiert?” fragte er, während er um die Ecke lief.

“Ich weiß es nicht.”  

Ich wusste bereits an diesem Punkt, dass etwas Komisches in diesem Hangar vor sich ging, trotzdem hielt es mich nicht davon ab mit meinen einzigen verbliebenen Soldat in den dunklen Gang gegenüber zu laufen. “Lass uns sehen was dort unten ist.” sagte ich zu Olaf, während ich mich von Tagels leblosen Körper wegdrehte. Am Ende des Ganges war ein Aufzug, ich konnte durch die deckende Dunkelheit, die im Gang herrschte, die Taste zum Rufen des Aufzugs nur ertasten. Als sich die Tür öffnete, wurde der Gang (inklusive des Aufzugs) in einem sehr hellen neutralen Licht erhellt. Der Aufzug führte in fünf Etagen:  “UG1”; “UG2”, “UG3”, “UG4” und “LABOR”. Ich drückte die Taste, die ins erste Untergeschoss führte.  

“Wieso hat dieser Fahrzeughangar Untergeschosse und ein Labor?” fragte Olaf, während der alte Aufzug holprig nach unten fuhr.  

“Keine Ahnung, dieser Hanger kam mir von Anfang an komischer vor, und jetzt das mit Tagel.” antwortete ich, während mein Herz unerklärlicherweise anfing schneller zu schlagen.  

Der Aufzug stoppte mit einem lauten quietschen und vor uns tat sich ein großer, dunkler Raum auf, die Lampe im Aufzug erhellte ein Stück Wand vor uns, an der sich eine Halterung mit Taschenlampen befand. “Endlich.” sagte Olaf, während er sich gierig nach einer von ihnen griff. Ich schnappte mir ebenfalls eine und wir leuchteten gemeinsam in den Raum vor uns. Der Raum sah aus wie ein Ort, an dem die Mitarbeiter Pause gemacht haben. Es gab ein Tisch mit einigen Stühlen, und am hinteren Ende eine Tür, die in einen anderen Raum führte. Ich habe Olaf mit einer Kopfbewegung nach hinten geschickt damit ich den vorderen Teil des Raumes untersuchen konnte. Auf dem Tisch lagen einige Beige Aktenmappen, die mit einer großen Zahl beschriftet waren, ich nahm die Mappe mit der Nummer “001” in die Hand, auf der ersten Seite der Akte war ein Bericht der eine Gestalt namens “Lucidus Homo” beschrieb. Laut dem Bericht ist Lucidus Homo ein leuchtender Mann, der durch sein Licht die Haut eines Menschen verbrennen kann. Ich sah zu der Tür durch die Olaf gerade gegangen war und warf die Akte zurück auf den Tisch. Ich wusste nicht, was ich von dieser Akte halten sollte, sie hat mich verängstigt aber trotzdem nicht davon abgehalten den Hangar weiter zu untersuchen, also ging ich zu Olaf.

Der Raum, den er betreten hat, war ebenfalls in ein tiefes Schwarz gehüllt. Seine Taschenlampe schien in die untere Ecke des Raumes, doch Olaf war nicht in dem Raum, der wie ein Archiv aussah, zu finden.  

“Was zur Hölle ist, hier verdammt noch mal los?” flüsterte ich in den Raum, bevor ich mich dazu entschied umzukehren und weiter zu nach unten zu fahren, gerade, als ich Taste zum Öffnen des Aufzugs gedrückt habe, hörte ich das Umfallen eines Regals, als ich erneut umkehrte, fand ich kein umgefallenes Regal, sondern eine Akte. Auf ihr Stand “SUBJEKT 001 UNFALLBERICHTE”, die Mappe war deutlicher dicker als die die ich im Vorraum in der Hand hatte. Als ich sie öffnete, sah ich das alle Seiten, alle Berichte mit einem eingebrannten Handabdruck versehen waren. Ich hielt die Akte kurz fest und warf sie wieder auf den Boden, um zum Aufzug zu gehen.  

Ich wollte eigentlich nicht weiter nach unten, denn selbst mir war eingegangen das etwas in diesem Hangar ist was dort nicht sein sollte, ich meine einer meiner Soldaten lag zu diesem Zeitpunkt leblos im Hangar und der andere ist unter Tage ohne eine Spur verschwunden. Mir war nicht klar, ob er noch gelebt hat, oder ebenso leblos wie Tagel war.  

Ich stieg erneut in den Aufzug und drückte die Taste, die mich ins zweite Untergeschoss brachte. Er hat auf dem Weg nach unten deutlich mehr geruckelt, als wenn man seit einiger Zeit nicht mehr ins zweite Untergeschoss gefahren ist. Die Tür öffnete sich und eher ich mich versehen konnte, traf mich der Geruch von gebratenem Fleisch, der Geruch war so stark, dass meine Nase angefangen hat zu schmerzen. Ich verzog mein Gesicht und drückte meine Hand auf meine Nase, um meine Taschenlampe hervorzuholen und zu sehen, wo dieser Geruch herkam. Mein Kopf hat sich beim Zücken der Taschenlampe nach links gedreht, weil der Gestank kaum auszuhalten war. Mein Daumen war auf dem Ende der Taschenlampe und ich schaltete sie ein, was ich danach sah, hat mich so schockiert das meine Knie weich wurden. Der gesamte Raum, die Wände der Boden war übersäht mit den Überresten von Menschen, Gliedmaßen, Hautfetzen, Klamotten; doch sie waren nicht einfach nur herausgerissen oder so ähnlich, nein alles, was ich gesehen habe, wies Spuren von schweren Verbrennungen auf.  

Lucidus Homo

Ich wagte es nicht auch nur einen Schritt in diese Etage zu wagen, mir fiel die Taschenlampe auf den Boden und ging aus und ich drückte so schnell ich konnte auf das Tastenfeld im Aufzug und traf unglücklicherweise die Taste, die mich ins Labor herunterfuhr. Der Aufzug hatte ab hier deutliche Schwierigkeiten in die Etage zu fahren, er stoppe immer wieder und die Leuchtröhre an der Decke des Aufzugs fiel aus. Meine Knie fingen sichtlich an zu zittern und mir liefen Schweißperlen die Stirn herunter. Es dauerte über drei Minuten bis der Aufzug zu einem richtigen Halt kam und sich die Tür öffnete. Im Labor brannte Licht, es war sehr neutral und tat in den Augen weh. Dort lag keine einzige Aktenmappe, jedoch standen überall Reagenzglasständer mit Chemikalien, blutige Skalpelle, geschwärzte Personalien und eine Pritsche. Ich lief mit kleinen Schritten durch das Labor, die Luft dort drinnen roch süß und leicht säuerlich. Die Pritsche stand gegenüber der Oberfläche mit den Chemikalien und Personalien. Auf ihr lag eine einzige Aktenmappe, sie war zu dick, um sie mit einer Hand festzuhalten, auf ihr stand erneut nur eine Nummer: “121”. Ich hob sie nicht auf, sondern ging langsam, rückwärts, zurück zum Aufzug. Ich wollte nur noch aus diesem Ding heraus.  

Dieses Mal fuhr der Aufzug glatt vom Labor bis nach oben in den Hangar, die Lichtröhre war noch immer kaputt und der Hangar war erneut stockdunkel, naja nicht ganz stockdunkel, in der vorderen rechten Ecke des Hangars stand eine leuchtende Figur.  

Lucidus Homo

Sie erhellte die Ecke des Hangars in der sie stand. Ich schlich mich vorsichtig durch den Hangar, doch kurz bevor ich rausgekommen war, blieb ich an dem Reifen eines Wagens hängen und ich fiel auf dem Boden. Ich drückte mich so schnell ich konnte nach oben, doch die Figur hatte mich bemerkt, es hatte kein Gesicht weder noch andere Ähnlichkeiten zu einem Menschen außer seiner Form. Ich rannte zu dem Schlitz im Tor, durch das gerade das Sonnenlicht hereinbrach und sprang in meinem Wagen.

Zu Mittag hatte ich es wieder zum Stützpunkt geschafft. Ich ging in den Pausenraum, wo alle Soldaten um 12 Uhr Pause machen. Eigentlich sollten drei Stühle frei sein, jedoch war nur einer frei: Tagel und Olaf saßen dort am Tisch. Als Olaf mich sah fragte er mich: “Hast du ein Gespenst gesehen?”. Ich habe meinen Kopf nach unten bewegt und erblickte etwas auf meinen Arm.

Ein kleines Stück Haut auf meinem Unterarm war verbrannt.

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