GedichtGeisteskrankheitKurz

Verderblich

Achtung: Verstörender Inhalt

Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.

In der Ferne das Felde vom Nebelstreif umspielt, legt sich wie ein Gemälde unter mein Augenlid. Doch ist’s kein Schönes, kein anmutig Stattliches, des Grauens graue Söhne, im Zentrum etwas Sterbliches. Doch wirkt’s so unsterblich, unscheinbar unheimlich, ob das Weiß verderblich, das es scheint so heimelig? Das Grün des Feld’s erlischt, sogleich wind’t sich der Nebelschweif, mit der weißen Präsenz vermischt, und in den Ästen schweigt der Reif. Des Catalpa verdorrte Glieder wiegen sich leise im Wind, gleichen sobald dem weißen Gefieder bis sie starr geworden sind. Eben säuseln grausam Lieder durch mein Haupt und meine Stirn, leg den Blick vom Baume nieder, an meinem Halse weißer Zwirn. Was soeben Zwirn gewesen sei nun hart wie Fingerknochen, ich wusst‘ es, war doch so belesen und mein Blut begann zu kochen. Schlag um Schlag, der Kopf zerbrach, so in der Ferne mein Leibe lag, als der Nebel mich heiligsprach. …

In der Ferne das Felde

vom Nebelstreif umspielt,

legt sich wie ein Gemälde

unter mein Augenlid.

Doch ist’s kein Schönes,

kein anmutig Stattliches,

des Grauens graue Söhne,

im Zentrum etwas Sterbliches.

Doch wirkt’s so unsterblich,

unscheinbar unheimlich,

ob das Weiß verderblich,

das es scheint so heimelig?

Das Grün des Feld’s erlischt,

sogleich wind’t sich der Nebelschweif,

mit der weißen Präsenz vermischt,

und in den Ästen schweigt der Reif.

Des Catalpa verdorrte Glieder

wiegen sich leise im Wind,

gleichen sobald dem weißen Gefieder

bis sie starr geworden sind.

Eben säuseln grausam Lieder

durch mein Haupt und meine Stirn,

leg den Blick vom Baume nieder,

an meinem Halse weißer Zwirn.

Was soeben Zwirn gewesen

sei nun hart wie Fingerknochen,

ich wusst‘ es, war doch so belesen

und mein Blut begann zu kochen.

Schlag um Schlag,

der Kopf zerbrach,

so in der Ferne mein Leibe lag,

als der Nebel mich heiligsprach.

Bewertung: 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Du willst diese Geschichte vertonen? So geht’s im Vertoner-Hub

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Überprüfen Sie auch
Schließen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"