SCP-999 – Das Kitzelmonster (Tickle Monster)

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Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.

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VERTRAULICH
Objekt-Nr.
SCP-999
Objektklasse
Safe
Freigabestufe
2/5
Aktenführung
Schattenzirkus
Angelegt
13.10.2026
SCP-999 – Das Kitzelmonster (Tickle Monster)
Abb. 1: SCP-999

Besondere Sicherheitsmaßnahmen:

  1. Kein Koffein. Limonaden mit Koffein sind für SCP-999 tabu, ebenso stark sprudelnde Getränke. Sie bringen es erst völlig aus dem Häuschen und machen es danach krank.
  2. Abends ins Gehege. Um 20 Uhr ist Schlafenszeit; von da an bis zum Morgen bleibt SCP-999 im Gehege. Dasselbe gilt bei einer Notfallsperre, denn draußen im Getümmel wäre es in Gefahr. Über das Standortgelände hinaus darf es nie.
  3. Tagsüber frei. Zwischen Frühstück und Schlafenszeit darf es im Standort hingehen, wo es möchte.
  4. Besuch in der Pause. Ins Gehege darf jede und jeder – in der Pause. Wer gerade Dienst hat, schaut später vorbei.
  5. Gute Laune pflegen. Langweilt es sich, liegt bald der Inhalt des Papierkorbs im Flur; wer vorbeikommt, spielt kurz mit ihm. Gesprochen wird sanft, wie mit einem Welpen.
  6. Pflege. Zweimal täglich frisches Futter (nur Süßes), dazu ein sauberes Gehege – mehr verlangt SCP-999 nicht.

Beschreibung:

Kantine, kurz nach zwölf. Jemand zieht einen Schokoriegel aus dem Automaten, und schon liegt SCP-999 vor seinen Schuhen. Es fließt einfach über den Riegel, und man kann zusehen, wie die Schokolade in seinem Inneren langsam verschwimmt. Wer es so zum ersten Mal sieht, denkt an eine verschüttete Wanne Orangengelee: gut fünfzig Kilo, durchscheinend, zusammengehalten von einer zähen, glatten Haut. Die Frikadelle, die ihm ein neuer Kollege hinhält, schiebt es mit einer Ausstülpung zurück auf den Teller. Fleisch isst es nie.

Krankenstation, Dienstag. Im Aufenthaltsraum sitzen sechs Leute. Fünf lachen über irgendetwas, einer starrt auf seinen Kaffee; er ist seit einem Einsatz im Frühjahr kaum ansprechbar. SCP-999 kriecht an den fünf vorbei, gluckst, schiebt sich an seinen Beinen hoch und legt sich ihm wie ein warmer Schal um die Schultern. Für ihn riecht es nach Heu (vgl. Anhang 999-1). Nach zehn Minuten redet er wieder. Der betriebsärztliche Dienst teilt inzwischen Besuchszeiten gezielt zu, an Menschen, die nach schweren Erlebnissen nicht zur Ruhe kommen oder seit langem in einem Tief stecken. Die meisten berichten danach von spürbar mehr Zuversicht.

Pausenraum, Nachmittag. Ein umgekippter Stuhl, ein Techniker, der sich den Ellbogen reibt, und mitten im Raum SCP-999, zu einem kleinen, zitternden Klumpen zusammengezogen, leise fiepend. Kurz vorher hatte es den Mann beim Rangeln eingewickelt wie in einen Schlafsack und durchgekitzelt; erst sein zweites „Aus!“ hatte es gehört. Beim Aufstehen stieß er gegen den Stuhl. Absicht steckt bei solchen Missgeschicken nie dahinter, das bestätigt jedes Protokoll. Der Techniker grinste bis zum Feierabend. Schon ein kurzes Streifen hebt die Stimmung; eine lange Umarmung wirkt bis in den Abend hinein.

Wie klug SCP-999 ist, darüber sind die Fachleute uneins. Es öffnet Türen mit Klinke, kommt, wenn man es ruft, und hat einmal einen Schuss abgefangen, der einem Pförtner galt – offenbar wusste es, was eine Waffe anrichtet. Nimmt man ihm aber den Ball weg, schmollt es wie ein Kleinkind.

Anhang:

Anhang 999-1: Duftprobe
Fünf Mitarbeitende betraten nacheinander das Gehege und notierten, wonach SCP-999 für sie roch. Ergebnisse: Kantine am Sonntagmorgen, frisch gemähter Rasen, Bienenwachs, das Waschmittel der eigenen Großmutter, . Die fünfte Teilnehmerin bat anschließend darum, öfter für die Gehegebetreuung eingeteilt zu werden.

Anhang 999-2: Laboranfrage
Eine Schleimprobe liegt in der Pharmakologie. Frage: Lässt sich die stimmungshebende Wirkung herauslösen, etwa als Mittel gegen schwere Niedergeschlagenheit? Stand: ██████████. Randnotiz der Laborantin: „Probe riecht nach Zimtschnecken.“
Ein früherer Versuch, mit SCP-999 ein anderes Objekt zu besänftigen, endete mit einem Eindämmungsbruch; der Bericht ist ab Freigabestufe 4 einsehbar.

Quelle Diese Akte beruht auf SCP-999 von ProfSnider aus dem SCP Wiki (scp-wiki.wikidot.com/scp-999) und steht unter CC BY-SA 3.0.

Ende der Akte SCP-999. Fiktives Dokument aus dem SCP-Archiv des Creepypasta-Wikis, angelehnt an das Konzept der SCP Foundation (CC BY-SA 3.0).

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