CreepypastaMittel

Sie wollten Es töten

Achtung: Verstörender Inhalt

Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung oder Drogenkonsum. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die Angst oder Unbehagen erzeugen sollen. Wir empfehlen dir, diesen Text nicht zu lesen, wenn er dich belasten könnte.

Es ist sehr gefährlich von den schrecklichen Ereignissen zu berichten, die in jenem Dorf geschehen sind. Möge der Name dieses Ortes für Immer in Vergessenheit bleiben! Wären sie nämlich einheimisch in diesem Lande und von der Kinderwiege an von diesen Leuten großgezogen worden, würde in ihnen der Gedanke wachsen mich zu verraten, oder noch schlimmer, mich zum Schweigen zu bringen. Doch sie haben einen alten Mann geholfen und haben mich auf dem Feldwege aufgelesen, um mich mitzunehmen und mich in dieses Wirtshaus zu bringen. Was wäre deshalb der Lohn für jemanden, der so gütig ist, als ein Geheimnis preiszugeben, das in ihrer Heimat nur als bloßes Schauermärchen verhöhnt werden würde und doch hier so gefürchtet ist. Ich möchte nun beginnen, wenn ich sie auch davor warnen möchte, dass sie diese Worte vielleicht nie mehr vergessen werden. Erinnern sie sich an unsere gemeinsame Fahrt zurück. Als wir an einem Gelände vorbeigefahren sind, das mit Brombeersträuchern überwuchert war. Jeden Som…

Es ist sehr gefährlich von den schrecklichen Ereignissen zu berichten, die in jenem Dorf geschehen sind. Möge der Name dieses Ortes für Immer in Vergessenheit bleiben! Wären sie nämlich einheimisch in diesem Lande und von der Kinderwiege an von diesen Leuten großgezogen worden, würde in ihnen der Gedanke wachsen mich zu verraten, oder noch schlimmer, mich zum Schweigen zu bringen. Doch sie haben einen alten Mann geholfen und haben mich auf dem Feldwege aufgelesen, um mich mitzunehmen und mich in dieses Wirtshaus zu bringen. Was wäre deshalb der Lohn für jemanden, der so gütig ist, als ein Geheimnis preiszugeben, das in ihrer Heimat nur als bloßes Schauermärchen verhöhnt werden würde und doch hier so gefürchtet ist. Ich möchte nun beginnen, wenn ich sie auch davor warnen möchte, dass sie diese Worte vielleicht nie mehr vergessen werden. Erinnern sie sich an unsere gemeinsame Fahrt zurück. Als wir an einem Gelände vorbeigefahren sind, das mit Brombeersträuchern überwuchert war. Jeden Sommer über wachsen dort die größten und schönsten Brombeeren überhaupt. Ganze Körbe könnte man damit füllen und doch wagt es niemand sich auch nur eine Beere zu nehmen. Unter den Wurzeln dieser Sträucher vermodern nämlich immer noch die Gebeine und letzten Überreste jener Menschen, von denen ich nun erzählen möchte…

Einst lebten sie in einem abgelegenen Dorf, fern von dampfenden Maschinen und üppigen Nahrungsangeboten. Pferde pflügten den Acker und Wölfe zogen über die Weiden und bedrohten das Nutztier. Die Natur war vielfältig in diesem Land und wandelte ihr Gesicht mit jeder Jahreszeit erneut, worauf sich die Dorfbewohner auf Nahrungsengpässe vorbereiten mussten und sie größtenteils auf sich alleingestellt waren. Das nächste Dorf war eine dreistündige Wanderung entfernt. Eine größere Stadt, welche medizinische Dienste sowie komplexere Werkzeuge bot, war erst nach einem zwei-Tage Ritt erreichbar, womit unter den Leuten ein ausgeprägter, doch auch ungesunder Gemeinschaftssinn herrschte. Sie waren nicht gebildet, sodass es eine Gabe gewesen war, wenn man voll Wissensdurst und Lerneifer von den anderen herausstach, die an ein primitives Weltbild glaubten und den strengen Richtlinien ihrer Familien folgten. Die Kinder mussten stets gehorchen und hatten Aufgaben im Haushalt oder Garten zu erfüllen.

Wie in jeder Dorfgemeinde, gab es auch in dieser einen Unglücklichen, der die Last des schlechten Rufes ertragen musste. Diese unglückliche Person war eine alte Frau namens Liese gewesen. Der Grund für ihr Los war eine Anreihung tragischer Ereignisse ihres bisherigen Lebens: Die Mutter ist bei ihrer Geburt gestorben und kaum einen Tag später grasierte eine unbekannte Pockenkrankheit unter den Leuten. Bald heiratete ihr Vater erneut, womit sie eine kleine Schwester bekam, die vor ihrem siebten Lebensjahr jedoch unter unerklärlichen Umständen verschwand. Da Liese oft mit unfreundlichem Verhalten auffiel und sich in ihr ein Gefallen zur Tierquälerei abzeichnete munkelte man sogar, dass Liese ihre Schwester umgebracht hatte. Als sie selber im jungen Alter schwanger wurde, gebar sie eine Totengeburt. Die Hebamme soll während jener schrecklichen Geburt böse Kräfte gespürt haben und ins Gebet geflüchtet sein. „Die alte Liese“, hieß es immer wenn man von ihr sprach, war eine böse Frau gewesen, die dem Aberglauben verfallen war und sich mit den Geistern des Waldes eingelassen hatte. Kein Kind sollte je in ihre Nähe kommen und niemand sollte sich auf ein Gespräch mit ihr einlassen, auf dass sie Tag für Tag ein einsames Leben fristet.

Bald schon sollte sich das Schicksal der Gemeinde zum Schlechten hin ändern. So stürmten eines Morgens vier Männer mit Pferden in das Dorfzentrum. „Krieg!“, schrie einer der Männer und streckte dabei einen Erlass in die Höhe, um junge, wehrdiensttaugliche Männer in die Armee einzuberufen. Die Mütter und Väter waren machtlos gewesen und mussten ihre Söhne ziehen lassen, die vagen Mutes einer großen Schlacht entgegenmarschierten. Somit standen der Dorfgemeinde Tage des Betens und des Hoffens bevor, in denen sie Gott anflehten, dass ihre Söhne heil und gesund widerkehrten. Und zeugten am Anfang noch eingehende Briefe von heroischen Schlachten und aufopfernder Kampfmoral, folgte eine Zeit, in der immer weniger Post jener Söhne von der Front eintraf, bis schließlich kein Brief mehr folgte. Tage und Nächte vergingen, in denen die Dorfgemeinde im Unklaren darüber war, was mit ihren Söhnen geschah. Schließlich zog die bittere Wahrheit des Krieges ein und traf die Eltern wie ein Blitz. Die ersten Särge kehrten in das Dorf ein.

Die Dorfgemeinde war aufgerüttelt und trauerte mit den betroffenen Eltern. Es gab jedoch einen Vater unter ihnen, der einen unkonventionellen Weg wählte, um auf seinen widerkehrenden Sohn zu hoffen. Es sollte ein Geheimnis bleiben, als er eines Morgens die Wasserquelle aufsuchte, bei der die alte Liese ihre gottesfremden Rituale durchführte. Sie schnitt sich ins eigene Fleisch um Blut zu vergießen und opferte ein neugeborenes Kätzchen, das in der Quelle grausam ertrank. Der Vater sank auf seine Knie, als er die Liese anflehte seinen Sohn wieder heil und munter zurückzubringen. Doch die verfluchte Frau lachte nur spottend über seine Bitte. „Kein Sohn wird je wieder ins Dorf zurückkehren!“, sagte sie in einer herablassenden Art und wollte sich auf dem Heimweg aufmachen. Doch der Vater blieb unterwürfig und flehte sie an das Schicksal seines Sohnes zu ändern. Es war weder Mitleid, noch war es ein gutmütiges Verlangen der alten Frau gewesen, dem Vater doch eine Möglichkeit zu nennen seinen Wunsch zu erfüllen. Doch in den Geheimnissen finsterer Magie war nichts umsonst, womit sie dem Vater ermahnte einen großen Preis zu zahlen, sollte er von ihrem Wissen gebrauch machen. In dem Wald, so erzählte sie, sollte es nämlich ein schreckliches Wesen geben, das in der Lage war den Tod eines Menschen zu umgehen. Und nur sie kannte jenen Pfad, der zu dem Wesen führte.

Der Vater schenkte der teuflischen Erzählung der alten Liese Gehör und als er eines Abends nach einer umfassenden Wanderung in das Dorf zurückkehrte, mit zerschundener Kleidung und aufgewühltem Geiste, wählte er Schweigen gegenüber seinen Mitmenschen, was er im Wald erlebte. Außer vielen aufeinanderfolgenden unheilvollen Wetter mit tobendem Winde und Blitz und Donner, die das Dorf nun heimsuchten, blieb das Eintreten seines Wunsches jedoch aus. Nur Särge kehrten in das Dorf ein und liesen die Dorfgemeinde zunehmend verzweifeln. Dann jedoch, eines Tages, geschah Das, was viele Dorfbewohner als ein Wunder empfanden. Der Sohn jenes Vaters kehrte ins Dorf zurück. Ohne eine Schramme oder sonstige Wunde. Zuerst glaubte man, dass er der Front fernblieb, doch bekam man von ihm keine nützlichen Informationen. Denn der junge Mann konnte nicht mehr sprechen und glich im Geiste einem zutiefst traumatisierten Mann, der bloß vor sich her starrte. Da jedoch alle restlichen Söhne tot in Särgen zurückkamen, grasierte in der Dorfgemeinde Misstrauen und das Gefühl einer aufkeimenden Ungerechtigkeit gegenüber dem zurückgekehrten Sohn und seinem Vater, die zunehmend die Öffentlichkeit mieden und sich still in ihrem Haus zurückzogen.

Doch die Dorfgemeinde hegte immer düstere Gefühle gegenüber dem Vater und seinen Sohn, bis sie eines Tages ihre Vorbehalte in einer barbarischen Hetzjagd entfesselten. Sie sperrten Beide in Holztruhen und begruben sie bei lebendigem Leib. Zudem schaffte man die alte Liese herbei und tötete sie mit einem Spaten, indem man sie grausamst enthauptete. Der zurückgekehrte Sohn jedoch war nur vom Aussehen her menschlich, im Kern aber die Brut jenes Wesens, das der Vater im Wald aufsuchte. Und so wurde ein Monster geboren, das Tentakeln besaß und Fangzähne hatte. Es stieg aus der Erde empor und richtete unter den Dorfbewohnern ein Blutbad an, die sich mit Hacke und Beil verzweifelt dagegen wehrten. Zwei Dorfbewohner flohen im Anblick des Schreckens in eine Hütte und überlebten somit das Gemetzel. Doch ihrem Bericht schenkte eine Gruppe von Armeeangehörigen kein Gehör, sondern tilgten auf Befehl des Offiziers alles, was mit der Bluttat in Verbindung stand, indem sie das Dorf abbrannten, die Leichen in einem Massengrab begruben und auch die zwei überlebenden Dorfbewohner erschossen.

Somit sollte all Das, was in dem Dorf geschah, in Vergessenheit geraten. Nur die vielen Brombeersträucher, die an der Stelle des Massengrabs wuchsen, zeugten noch von den Geschehnissen.

Ich war damals ein Kind und war neben den zwei Dorfbewohnern einer der Überlebenden, der vor der Liquidierung durch die Armeeangehörigen fliehen konnte. Doch schwor ich damals kein Wort über die Geschehnisse zu verlieren.

Bis zum heutigen Tage.

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